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Arzt-/Klinikname, Fachbereich, Symptom

PLZ, Ort, Bundesland
l 20.07.2011 12:25

Zecken

Zecken sind die lästigen etwa vier mm kleinen achtbeinigen Spinnentierchen die uns vor allem im Sommer schwer zu schaffen machen, denn sie übertragen gefährliche Krankheiten. Im Gegensatz zu Borreliose kann man sich gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) schützen, nämlich durch eine Impfung. Dennoch sind letztes Jahr mehr als 250 Menschen in Deutschland an FSME erkrankt, weil sie sich nicht impfen ließen.

 

Die Ansteckungsgefahr der durch Zecken übertragenen Krankheiten ist besonders hoch in Bayern, Baden-Württemberg und in einigen Landkreisen in Thüringen, Hessen und Rheinland-Pfalz. In diesen Risikogebieten ist eine Zeckenimpfung unerlässlich, da man sich im Freien leicht der Gefahr aussetzt von einer Zecke gestochen zu werden. Die Zecke kann sich bei einem Stich bis auf das Siebenfache ihrer Größe vollsaugen, damit ist sie aber nicht nur ein lästiger Parasit sondern auch eine Gefahr. Um dieser Gefahr zu entgehen kann man sich zumindest gegen die Hirnhautentzündung schützen. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Zeckenimpfung, die sehr verträglich ist. Deshalb sollten auch Kinder geimpft werden. Obwohl die FSME-Infektion bei ihnen meist milder verläuft als bei Erwachsenen. Kinder werden bis zum 12. Geburtstag im Vergleich zu Erwachsenen nur mit einer halben Antigendosis behandelt.

 

Die Zeckenimpfung regt das körpereigene Abwehrsystem an, doch dieser Schutz muss in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden. Um einen vollständigen Schutz gegen FSME zu gewährleisten muss die Impfung dreimal innerhalb eines Jahres erfolgen, dabei muss der Abstand der Zeckenimpfung  jedesmal verlängert werden. Nach der ersten Spritze sollte die Zweite ungefähr 2-12 Wochen danach erfolgen und die Dritte 9-12 Monate nach der zweiten Impfung. Nach dieser Grundimmunisierung muss man nur alle 3-5 Jahre die Zeckenimpfung auffrischen. Benötigt man lediglich einen kurzzeitigen Impfschutz, kann innerhalb von 21 Tagen eine dreimalige Impfung erfolgen. 
Die FSME-Schutzimpfung  wird in der Regel von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen.

Zum Schluss noch ein paar mögliche Nebenwirkungen von Zeckenimpfungen:
•    Leichte: Es können Rötungen oder Schwellungen an der Impfstelle auftreten. Auch leichtes Fieber ist möglich. Jedoch muss betont werden, dass diese Nebenwirkungen normalerweise nur für kurze Zeit auftreten.
•    Schwere: In vereinzelten seltenen Fällen können auch schwere Nebenwirkungen auftreten, zum Beispiel irreparable neurologische Schäden, die dazu führen können, dass ein geimpfter Mensch zum Pflegefall wird.

yourfirstmedius.de meint:
Trotz der möglichen Nebenwirkungen von Zeckenimpfungen sollten Menschen, die in den Risikogebieten wohnen oder Urlaub machen, sich gegen Zecken impfen lassen. Denn wägt man die möglichen, nur selten vorkommenden, schweren Nebenwirkungen mit den Folgen einer Infektion von einer infizierten Zecke ab, wird deutlich, dass eine Impfung auf jeden Fall ein Muss ist um gegen die Zecken geschützt zu sein.

Quellen:


http://www.netdoktor.de/News/Umfrage-Zeckenalarm-Sind-Si-1135385.html
http://gesundheit.germanblogs.de/archive/2010/07/08/die-zeckenimpfung-wann-und-wie-oft-bei-kindern-und-erwachsenen.htm
http://www.zeckenschutz-infos.de/002.html

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