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PLZ, Ort, Bundesland
l 31.08.2010 14:57

Rheuma-Liga hilft Rheumapatienten schon seit 40 Jahren

Das 40-jährige Jubiläum der Deutschen Rheuma-Liga kann dieses Jahr gefeiert werden. Gegründet wurde der Verein im Jahre 1970 und entwickelte sich im Laufe der Zeit zum größten Verband der Gesundheitsselbsthilfe in Deutschland.

 

Heute zählt die Deutsche Rheuma-Liga schon 260.000 Mitglieder in 16 Landesverbänden und drei Mitgliedsverbänden. Vor 40 Jahren setzten sich die Gründer des Vereins ein Ziel: Sie machten es sich zur Aufgabe, die Versorgung der an Rheuma Erkrankten zu verbessern und schafften es, sich als eine der größten Selbsthilfegruppen zu etablieren.

Die aktuelle Jubiläumskampagne trägt den Leitspruch: „Rheuma ist keine Frage des Alters!“ Damit möchte die Deutsche Rheuma-Liga zeigen, dass Rheuma schon lange keine Erkrankung hauptsächlich älterer Menschen ist. Die Präsidentin der Organisation, Professor Erika Gromnica-Ihle sagt dazu: „Jugendliche und jüngere Erwachsene leiden unter dieser Fehlinformation.“  Daher ist es wichtig, dass auch junge Leute die Anzeichen einer möglichen Rheuma-Erkrankung erkennen können. Die Präsidentin gibt stolz bekannt, dass sie sehr erfreut darüber ist, die Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder als Schirmherrin für diese Kampagne gewonnen zu haben.

Zusätzlich veröffentlicht die Rheuma-Liga unter dem Motto „40 Jahre – 40 Gesichter“ Kurzportraits von Rheumapatienten, die ihre eigene Geschichte im Internet mit Foto erzählen.

Die Rheuma-Liga sieht sich als eine große Gemeinschaft, der rheumakranke Menschen, Angehörige, sowie Therapeuten und Ärzte angehören, die sich haupt-  oder ehrenamtlich für den Verein einsetzen.

Das Angebot der Rheuma-Liga reicht von der Selbsthilfe der Betroffenen über die Aufklärung der Öffentlichkeit bis hin zur Vertretung der Interessen der Rheumakranken und der Förderung der Forschung.

Die Hilfe für die Mitglieder beinhaltet:

  • Regelmäßige Bewegungsübungen (Funktionstraining) wie Trocken- und Wassergymnastik, Aquajogging, Walking
  • Wochenendseminare zur Information über spezielle Erkrankungsformen, sowie Patientenschulungen
  • Kompetente Beratungen von Experten, z.B. sozialpädagogische Beratung  und ergotherapeutische Hilfe
  • Selbsthilfe: Gesprächsgruppen, Elternkreise, Veranstaltungen für junge Leute und Ausflüge
  • Ehrenamtliche Hilfe: Beratungsgespräche, Besuchsdienste, Telefonberatung
  • Medizinische Informationen in Zusammenarbeit mit Ärzten und Wissenschaftlern

Die Gründe, weshalb eine Hilfsorganisation wie die Rheuma-Liga nötig ist, liegen auf der Hand: Die Krankheit ist nicht heilbar, sie ist mit großen Schmerzen verbunden und jede Altersgruppe ist davon betroffen. Zudem gibt es über 100 verschiedene Krankheitsbilder mit unterschiedlichen Symptomen, die aber eines gemeinsam haben: Schmerzen und Funktionsstörungen an den Stütz- und Bewegungsorganen. Vor allem Gelenkschmerzen, auftretende Steifigkeit der Gelenke und nächtliche Rückenschmerzen sind oft vorzufinden. Arthrose und Osteoporose sind dabei nur die bekanntesten Rheuma-Krankheiten.

Rheuma ist nicht heilbar, trotzdem kann die Krankheit durch Medikamente zum Stillstand gebracht werden. Es gibt viele Möglichkeiten der Behandlung, um Rheuma in den Griff zu bekommen. Das Wichtigste ist, die Symptome frühzeitig zu erkennen. Die Deutsche Rheuma-Liga rät daher den Patienten, sich gut über die Symptome und die Medikamente zur Behandlung zu informieren.

 

yourFirstmedicus.de meint:

Eine Selbsthilfeorganisation wie die Rheuma-Liga ist zu empfehlen, da sie den Betroffenen zeigt, dass sie nicht allein mit ihrer Krankheit sind und dass es Möglichkeiten gibt, sie zu bekämpfen. Wenn Sie helfen möchten, können Sie sich ehrenamtlich einsetzen oder auch finanzielle Hilfe in Form einer Spende leisten.

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