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Arzt-/Klinikname, Fachbereich, Symptom

PLZ, Ort, Bundesland
l 25.07.2011 14:14

Mittelohrentzündung


Die Mittelohrentzündung (Otitis media),  ist eine akute Erkrankung des Ohrs. Liegt eine solche Erkrankung vor, ist die Schleimhaut im Mittelohr entzündet. Ein plötzlich stechender Schmerz ist der Beginn einer Mittelohrentzündung. Etwa 60 Prozent der Erkrankungen werden durch Bakterien ausgelöst aber auch Viren können dafür verantwortlich sein. Häufiger als Erwachsene erkranken Kleinkinder und Säuglinge an einer Mittelohrentzündung, da Kinder eine kürzere Ohrtrompete haben. Eine andere Ursache kann auch eine behinderte Nasenatmung sein, diese kann durch gutartige Schleimhäute verursacht werden. Meist entsteht eine Mittelohrentzündung durch eine Infektion im Nasen-Rachen-Raum. Die Erreger dieser Infektion gelangen über in die Eustachische Röhre in den Mittelohrbereich. Seltener gelangen die Keime über den äußeren Gehörgang in das Mittelohr.

Eine Mittelohrentzündung äußert sich durch Ohrenschmerzen. Andere Symptome sind ein eingeschränktes Hörvolumen, Klopfen im Ohr und Fieber. In seltenen Fällen kann es auch zu anhaltendem Erbrechen, Krampfanfällen und Bewusstseinsstörungen kommen. Bei einer schwerwiegenden Mittelohrentzündung, ist der Druck im Ohr zu hoch und es kann so zum Einreißen des Trommelfells kommen. Durch den Riss werden die Schmerzen gelindert, da der Eiter über den Gehörgang hinausgelangt. Es kann auch vorkommen, dass eine Matoiditis entsteht wenn sich die Entzündung in den Warzenfortsatz weiter ausbreitet. Mit einer Operation werden dann oftmals die entzündeten Stellen aus dem Knochen entfernt. In schweren Fällen kann es durch eine Perforation zu einer chronischen Mittelohrentzündung kommen. Innerhalb von 30 Tagen kommt es bei einem Drittel der Betroffenen zum erneuten Aufflackern der Erkrankung. Dies ist besonders im Winter der Fall, deshalb muss eine Mittelohrentzündung ausgeheilt werden.

 

Die Behandlung einer Mittelohrentzündung erfolgt mit Antibiotika. Abschwellende Nasentropfen und Schmerzmittel sind ebenfalls hilfreich. Durch die abschwellende Schleimhaut wird die Ohrtrompete wieder durchgängig. Die Flüssigkeit aus der Ohrtrompete fließt dann durch den Rachenraum aus dem Mittelohr ab. Eine weitere gute Behandlungsmethode ist Rotlicht, hierbei wirkt die direkte Wärmezufuhr am Ohr wohltuend. Viel trinken und ausruhen ist ebenfalls wichtig. Bei einer wiederholten Otitis media kann der Arzt ein kleines Röhrchen in das Trommelfell einsetzen, dies führt zu einer Belüftung des Mittelohrs und zum Abfließen der Flüssigkeit nach außen. Patienten bzw. Kinder die häufig von einer Mittelohrentzündung betroffen sind sollten beim HNO-Facharzt einen Hörtest machen lassen, denn wenn bei Kindern das Hörvermögen beeinträchtigt ist, kann sich dies auf die Sprachentwicklung auswirken. Eine Nachuntersuchung sollte etwa drei Wochen nach der Mittelohrentzündung erfolgen, da festgestellt werden muss ob alles gut verheilt ist.

 

Die Beschwerden einer Mittelohrentzündung klingen normalerweise in wenigen Tagen ab. Eine akute Mittelohrentzündung ist zwar sehr schmerzhaft aber diese Schmerzen sind nach ein bis drei Tagen verschwunden. Jedoch kann der Mittelohrerguss, welcher vorübergehende Schwerhörigkeit bis Taubheit verursacht, noch für vier Wochen anhalten. eine Trommelfellverletzung heilt meistens innerhalb von zwei Wochen aus.

 

Eine Mittelohrentzündung kann schnell und unkompliziert geheilt werden wenn die Symptome rechtzeitig erkannt werden. Achtet man jedoch nicht auf die Symptome kann es durch die Mittelohrentzündung zu Gleichgewichtsstörungen und Schwindel kommen. Wenn aufgrund von Giften im Ohr das Gleichgewichts- und Hörsinnesorgan in Mitleidenschaft gezogen wird, spricht man von einer seriösen Labyrinthitis. Dies hat unkontrollierte Augenbewegungen, schlechtes Hören und Erbrechen zur Folge. Wird die Krankheit verschleppt kann es zu dauerhaften Hörproblemen  und Gehirnhautentzündungen kommen.

 

yourfirstmedius.de meint:

Mittelohrentzündungen können unkompliziert geheilt werden, übersieht man jedoch die Anzeichen einer Mittelohrentzündung, kann dies schwere Folgen mit sich bringen. Vor allem bei Symptomen einer Labyrinthitis sollte man umgehend zum Arzt gehen.




Quelle:
http://mittelohrentzuendung.org/
http://www.onmeda.de/aktuelles/news/mittelohrentz%C3%BCndung_nicht_verschleppen-7452.html

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