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PLZ, Ort, Bundesland
l 25.10.2010 16:18

Lungenentzündung – selbst heutzutage noch sehr gefährlich

Abgesehen von Bronchitis, worüber wir schon berichteten, und mehreren weiteren Erkrankungen, die gerade jetzt im Herbst eine große Rolle spielen, kann sich manchmal auch aus einer, zuerst als Erkältung geglaubten Erkrankung, eine Lungenentzündung entwickeln. In schlimmen Fällen führt eine Lungenentzündung sogar zum Tod.

 

Von einer Lungenentzündung (Pneumonie) spricht man, wenn das Lungengewebe oder die Lungenbläschen von Bakterien, Viren oder auch von Pilzen angegriffen werden. Meist handelt es sich jedoch um Bakterien, die diese gefährliche Krankheit verursachen. Die Lungenentzündung gilt in den Industrieländern nämlich als die Infektionskrankheit, die am häufigsten zum Tod führt. Von dem einen Prozent, das in Deutschland an einer Lungenentzündung erkrankt, sind gerade Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen, Patienten mit chronischen Krankheiten und grundsätzlich Menschen mit einem geschwächten Immunsystem besonders gefährdet. Diesen Patienten empfiehlt sich eine inzwischen vorhandene Impfung gegen Pneumokokken, welche die häufigsten Auslöser der Pneumonie sind. Bei gesunden Menschen hingegen heilt eine Lungenentzündung im Normalfall ohne weitere Folgeschäden ab.

Eine Lungenentzündung wird meist durch bakterielle Erreger hervorgerufen und durch Tröpfcheninfektionen über Sprechen, Niesen oder Husten übertragen. Ihre Symptome sind meist Husten, Fieber, Schüttelfrost, Abgeschlagenheit und Atembeschwerden. Lungenentzündungen werden manchmal auch mit gewöhnlichen Erkältungen verwechselt, doch falls der Verdacht besteht, sollte möglichst ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann mit Hilfe der Krankengeschichte (Anamnese), dem Abhorchen des Brustkorbs, einer Blutabnahme oder auch durch ein Röntgenbild erkennen, ob es sich tatsächlich um eine Lungenentzündung handelt. Falls es sich um eine bakterielle Infektion handelt, kann die Lungenentzündung mit Antibiotika behandelt werden. Außerdem können die Symptome, egal ob es sich um eine bakterielle oder um eine Virusinfektion handelt, zum Beispiel durch Kochsalz-Inhalationen, Schleimlösern, Schmerztabletten, Atemgymnastik oder Kopfmassagen gelindert werden. Zusätzlich sollte die Bettruhe sowie die körperliche Schonung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens drei Liter pro Tag) dringend beachtet werden. Falls allerdings Komplikationen auftreten, ist die Krankheit oft mit einem Krankenhausaufenthalt verbunden. Dies ist ungefähr in einem Drittel der Fälle so.

Um einer Lungenentzündung vorzubeugen, wird eine Pneumokokken-Impfung für alle Kinder bis 24 Monate empfohlen. Außerdem sollte man sich, falls man als Kind noch nicht geimpft wurde, vor allem dann dagegen impfen lassen, wenn man zu den oben genannten, besonders gefährdeten Personen zählt. Ebenfalls kann zur Vorbeugung eine Grippe-Impfung dienen, da eine Grippe das Immunsystem schwächt und so der Körper empfänglicher für eine Lungenentzündung ist. Außerdem sollte bei einer akuten Bronchitis darauf geachtet werden, dass regelmäßig gelüftet wird, der Körper warm gehalten wird und eine Kamillen-Inhalation in Erwägung gezogen wird, um zu verhindern, dass sich eine Lungenentzündung daraus entwickelt.

 

yourFirstmedicus.de meint:

Falls Sie merken, dass Ihre Erkältung auch nach längerer Zeit weder verschwindet, noch besser wird, oder sogar Anzeichen wie Atemnot oder Schmerzen in der Brust erkennbar sind, sollten Sie möglichst schnell einen Arzt aufsuchen. Dieser kann letztendlich feststellen, ob Sie an einer Lungenentzündung leiden oder nicht. Falls es sich tatsächlich um diese handeln sollte, ist es wichtig, die verschriebenen Medikamente regelmäßig einzunehmen, sowie andere empfohlene Maßnahmen wahrzunehmen, um einer vollständigen Heilung der Lungenentzündung nicht entgegenzuwirken.

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