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PLZ, Ort, Bundesland
l 04.08.2011 12:21

Lachen ist gesund

Die alte Volksweisheit „wer lacht, lebt länger – und vor allem gesünder“ hat sich inzwischen auch in der Medizin und der Psychologie herumgesprochen. Forscher in Chicago wollten herausfinden ob es COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) Patienten durch Lachen besser geht. Dabei kamen sie zu einem nicht ganz eindeutigen Ergebnis.

 

COPD-Patienten die viel Lachen haben seltener Phasen depressiver Stimmung zudem weniger Ängste und insgesamt eine bessere Lebensqualität als andere an COPD-Erkrankte. Zu dieser Erkenntnis sind Forscher von der Northwestern University in Chicago gelangt. Dieses eigentlich auch erwartete Ergebnis hatte sich in einer Studie mit 46 COPD-Kranken im Alter von 67 Jahren herausgestellt. Gleichzeitig ging es in der Studie auch darum, herauszufinden was in der Lunge bei Lachanfällen von COPD-Kranken passiert. 22 der 46 Studienteilnehmer durften halbstündige lustige oder neutrale Videos anschauen. Die sonst so positiven Studienergebnisse zeigen aber auch, dass herzhaft lachende COPD-Kranke zumindest kurzfristig danach eine schlechtere Lungenfunktion hatten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass beim lauten Lachen stärker als normal eingeatmet wird. Lungenfunktionstests ergaben, dass COPD-Patienten ein höheres Restvolumina hatten wenn sie beim Video anschauen viel gelacht hatten, dies ist ein Zeichen einer schlechten Lungenfunktion. Betont werden muss, dass es sich hier um die Situation kurz nach den Lachfällen handelt, bisher ist ungeklärt ob sich Lachanfälle langfristig negativ auf die Lungenfunktion auswirken.

 

Trotz alledem meinen die Mediziner, dass eine Minute Lachen so erfrischend sei wie 45 Minuten Entspannungstraining. Beim herzhaften Lachen wird die Mehrzahl der 21 Gesichtsmuskeln bewegt und insgesamt kommt man auf bis zu 80 aktivierte Muskeln. Dieser positive Stress-Zustand erfrischt unser Leben und verlängert es. Der entscheidende Lachmuskel ist der Musculus zygomaticus major, dieser setzt am Jochbein an und zieht die Mundwinkel nach oben. Beim Lachen zucken die Schultern, der Brustkorb bebt und das Zwerchfell hüpft. Zusätzlich schlägt das Herz schneller, der Blutdruck steigt und der Sauerstoff wird in die Lungen gepumpt. Der Sauerstoff geht auch ins Gehirn, wo er für die Stimmung gebraucht wird. Nach dem Lachen ist die Stimmung und das Nervensystem stabilisiert und der gesamte Organismus befindet sich im Ausgleich. Der Auslöser dafür ist die vermehrte Ausschüttung von so genannten Katecholaminen, dies sind Botenstoffe im zentralen Nervensystem und für die Stimmungsstabilisierung zuständig. Zudem entstehen beim Lachen vermehrt Endorphine, morphin-ähnliche Opiat-Verbindungen, die u.a. für die gute Laune verantwortlich sind. Ein toller Effekt des Lachens ist auch, dass dabei das Abwehrsystem des Körpers gestärkt wird.

 

An der Universität  Stanford haben Wissenschaftler herausgefunden, dass viel Lachen nicht nur gesund macht sondern auch „high“ machen kann. Da Komik das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert. Die Glücksdroge Lachen kostet nichts, ist nicht verboten, macht nicht dick. Jedoch macht das beruflich verordnete Dauer-Lächeln krank. Besonders gefährdet sind Stewardessen, VerkäuferInnen und die MitarbeiterInnen von Call-Centern. Wenn man seine tatsächlichen Gefühle unterdrücken muss bekommt man gesundheitliche Probleme. Denn Freundlich-Sein ohne es zu wollen ist purer Stress.


yourFirstmedicus.de meint:
Lachen
ist die beste Medizin! Doch nur wenn man spontan und herzhaft lacht ist es gesund, deshalb sollte man es nicht erzwingen. Viele Menschen können vielleicht nicht mehr lachen aber schaden somit ihrer Gesundheit noch mehr. Diese Menschen können professionelle Hilfe in Anspruch nehmen um wieder richtig lachen zu können.



Quellen:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/asthma/article/664790/lachen-gesund-copd.html?sh=1&h=-27975087
http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychohygiene/lachen.html

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