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Gallensteine – ein oft unentdecktes Leiden
Gallensteine – davon hat wohl jeder schon einmal etwas gehört. Sie kommen häufig vor, doch oftmals verursachen sie keine Beschwerden. Doch in manchen Fällen klemmen sich Gallensteine zum Beispiel im Abfluss der Galle ein, wodurch starke Entzündungen oder Koliken entstehen können. Schließlich ist die Galle ein sehr wichtiges Organ des Menschen.
Die Galle dient zur Fettverdauung und zur Ausscheidung von schwer wasserlöslichen und körperschädigenden Substanzen. Sie wird in der Gallenblase gespeichert, welche somit eines der wichtigsten Organe des menschlichen Organismus ist. Hier können durch ein Ungleichgewicht löslicher Stoffe Ausfallprodukte der Galle entstehen, die Gallensteine. Gallensteinesind die häufigste und bedeutendste Erkrankung der Galle, da außerdem fast alle anderen Erkrankungen der Galle auf Gallensteinen basieren. Diese Verklumpungen können entweder in der Gallenblase entstehen, wobei man von Gallenblasensteinen spricht, oder im Ausführungsgang der Gallenblase. Hier spricht man von Gallengangsteinen. Ebenso gibt es den Gallengries, bei welchem es sich um feinste Gallensteinchen handelt, und im Ultraschall oft übersehen wird.
Gallensteine entstehen häufig, und je höher das Alter, desto höher die Wahrscheinlichkeit ihrer Entstehung. Oftmals handelt es sich auch um sogenannte Cholesterinsteine. Diese entstehen durch eine Übersättigung der Gallenflüssigkeit mit Cholesterin. Eine solche Übersättigung begründet sich durch hohe Cholesterinwerte, eine gestörte Beweglichkeit der Gallenblase oder eine verminderte Gallensäurekonzentration. Zusätzlich unterstützt eine erhöhte Konzentration von Schleimstoffen der Gallenwege die Entstehung von Gallensteinen. Grundsätzlich spielen viele weitere Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel auch die „5F-Regel“: weiblich, älter als 40, mehrere Kinder, übergewichtig, heller/ nordischer Typ.
Allerdings verursachen Gallensteine in vielen Fällen keine Beschwerden. Wenn doch, sind folgende Beschwerden möglich:
- Drückende, regelmäßig wiederkehrende Schmerzattacken
- Schmerzen im rechten Oberbauch, die sich bis in den Rücken und die Schulter ziehen
- Beschwerden, wie Schmerzen, Übelkeit oder auch Erbrechen, die durch das Essen entstanden sind
In schweren Fällen ( Verschließung des Gallengangs durch den Gallenstein):
- Gelbfärbung der Haut, bierbrauner Urin, Lederhaut der Augen; Anzeichen für Gelbsucht, da die Gallenflüssigkeit nicht mehr abfließen kann
- Rückstauung des Bauchspeicheldrüsensekrets, was zur Bauchspeicheldrüsenentzündung führt
Falls eine Art dieser Beschwerden auftauchen, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann mit Hilfe des Abklopfens der Gallenblase, einer Blutprobe oder auch einer Ultraschalluntersuchung einen Gallenstein nachweisen. Die Gallensteine in den Gallengängen sind beim Ultraschall allerdings erst sichtbar ab mindestens fünf Millimeter Durchmesser. Dann wird oftmals eine Spiegelung der ableitenden Gallenwege vorgenommen. Um einen Gallenstein auszumachen, kann außerdem die Gallenblase geröntgt werden, nachdem dem Betroffenen ein Kontrastmittel verabreicht wurde.
Gallensteine können entfernt werden, indem die komplette Gallenblase Entfernt wird. Hierbei heilt die Erkrankung meist vollständig aus. Stark fettreiche Mahlzeiten sollten anschließend allerdings vermieden werden. Gallensteine im Gallengang, werden hingegen oftmals über ein Endoskop mit Hilfe eines Körbchens durch den Gallengang herausgeholt. Nichtoperative Behandlungen sind in der Regel weniger erfolgreich bei der Entfernung der Gallensteine und werden daher seltener eingesetzt. Jedoch ist es immer hilfreich fettreiche Nahrungsmittel zu vermeiden, um die Symptome des Gallensteins zu lindern. Allerdings handelt es sich hierbei in keinster Weise um einen Ersatz einer heilenden Therapie.
yourFirstmedicus.de meint:
Manchmal können Gallensteine auch ein Leben lang unentdeckt oder ohne begleitende Beschwerden bleiben, doch falls Beschwerden auftauchen, sollte dringend ein fachkundiger Arzt aufgesucht werden, um schwereren Folgen entgegenzuwirken. Grundsätzlich gilt es, Übergewicht zu vermeiden, Stoffwechselerkrankungen richtig einzustellen und auf Nulldiäten, sowie auf langfristige künstliche Ernährung zu verzichten, um Gallensteinen relativ „vorzubeugen“.
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