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Die Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
So viele Leute klagen über ihr Gewicht, doch es gibt Menschen, die hätten gerne ein paar Kilos mehr auf den Rippen. Hierzu gehören zum Beispiel auch Patienten mit einer Schilddrüsenüberfunktion. Sie essen mehr als der Durchschnittsbürger, nehmen trotzdem nie zu und manchmal sogar noch weiter ab.
Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ, welches unterhalb des Kehlkopfes liegt. Sie produziert aus Jod und Eiweiß die lebensnotwendigen Hormone Thyroxin und Trijodthyronin und regelt somit den Stoffwechselhaushalt. Abgesehen vom Stoffwechsel beeinflussen diese beiden Hormone auch den Kreislauf, den Wachstum und unser psychisches Wohlbefinden. Dadurch ist ein Gleichgewicht der Hormone für unseren Körper sehr wichtig.
Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) wird zu viel der Schilddrüsenhormone produziert. Dadurch wird der Stoffwechsel beschleunigt und Symptome, wie Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen, vermehrtes Schwitzen, Herzklopfen, Gewichtsabnahme trotz ausreichender Ernährung und gesteigerten Appetits, Muskelschwäche oder Haarausfall tauchen auf. Falls Jodmangel Grund für die Schilddrüsenüberfunktion ist, so ist die Schilddrüse vergrößert als Wölbung am Hals zu sehen, was umgangssprachlich als Kropf bezeichnet wird. Außerdem wirkt sich die Schilddrüsenüberfunktion beschleunigend auf das Herz-Kreislauf-System aus. Bei der Schilddrüsenüberfunktion entsteht sozusagen das genaue Gegenbild der Schilddrüsenunterfunktion.
Es gibt viele verschiedene Ursachen für eine Schilddrüsenüberfunktion. Die häufigsten sind jedoch der Morbus Basedow und die Schilddrüsenautonomie. Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung, die durch Symptome wie ein hervortretender Augapfel, Herzrasen, sowie eine vergrößerte Schilddrüse gekennzeichnet ist. Bei einer Autoimmunkrankheit richtet sich das Immunsystem gegen das körpereigene Gewebe, das heißt es bildet sozusagen Antikörper gegen sich selbst. So wird bei der Schilddrüsenüberfunktion fälschlicherweise die Produktion der Hormone aktiviert. Die Ursachen für den Morbus Basedow sind bisher unbekannt, eine erblich bedingte Veranlagung, sowie äußere Faktoren und Virusinfektionen gelten jedoch hierfür als möglich. Schilddrüsenautonomie, eine ebenfalls häufige Ursache der Schilddrüsenüberfunktion, bezeichnet die von äußeren Einflüssen unabhängige, nach eigenen Gesetzen funktionierende Funktion der Schilddrüse. Der häufigste Auslöser hierfür ist Jodmangel.
Die Therapie einer Schilddrüsenüberfunktion zielt hauptsächlich darauf ab, die Symptome der Krankheit zu lindern. Dazu werden oftmals zunächst Medikamente verschrieben, welche sich allerdings nur für die Behandlung des Morbus Basedow eignen. Bei einer Schilddrüsenautonomie sind die Symptome nach Abbruch der Einnahme nämlich weiterhin vorhanden. Daher wird hier häufig eine Operation empfohlen, bei welcher so viel von der Schilddrüse entfernt wird, dass der weiterhin bestehende Rest nur so viele Schilddrüsenhormone produziert, dass diese den Körper nicht überschwemmen. Eine weitere Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion ist die Radiojodtherapie, welche meist bei Patienten angewandt wird, die eine Operation ablehnen oder eine solche gefährdend sein könnte. Hierbei wirkt eingenommenes, radioaktives Jod gezielt auf das Schilddrüsengewebe ein.
yourFirstmedicus.de meint:
Eine Schilddrüsenüberfunktion ist ein lästiger und gefährlicher Begleiter. Daher sollten Sie falls oben genannte Anzeichen bestehen, möglichst einen fachkundigen Arzt aufsuchen, der Sie untersuchen und eine Schilddrüsenüberfunktion hoffentlich ausschließen kann. Wenn nicht, sollten Sie unbedingt den Rat Ihres Arztes befolgen und eventuelle Medikamente regelmäßig einnehmen.
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