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Arzt-/Klinikname, Fachbereich, Symptom

PLZ, Ort, Bundesland
l 24.08.2010 14:25

Die Pille feiert dieses Jahr ihren 50. Geburtstag

Glückwunsch an die beliebte Antibabypille, die am 18. August 50 Jahre alt wurde. Im Sommer 1960 kam die erste Pille als Verhütungsmittel in den USA auf den Markt. Heutzutage ist die Pille kaum mehr wegzudenken: In Deutschland vertrauen 54% aller Frauen auf die Pille. Betrachtet man nur die 20- bis 30-Jährigen, so verwenden sie sogar 72% als Verhütungsmittel.

 

Geschichte:

Im Jahre 1960 wurde das erste Hormonpräparat als Verhütungsmittel zugelassen, die Entwicklung der Antibabypille in Amerika war Aufsehen erregend. Nicht ohne Grund wurden Informationen über das Thema Verhütung als moralisch verwerflich abgestempelt, denn es gab ein Gesetz, das die Weitergabe von Verhütungsmitteln in verschiedenen Bundesstaaten verbot. Die erste Pille mit dem Namen „Evonid“ wurde meist nur an verheiratete Frauen verschrieben und viele konservative Ärzte lehnten die kleinen Tabletten völlig ab, denn sie galten als unmoralisch. Da die Pille in ihren Anfängen viel zu hoch dosiert war, waren die Nebenwirkungen relativ häufig und stark.

Ein Jahr später, im Jahre 1961, kam auch in der Bundesrepublik Deutschland die erste Pille auf den Markt. 1968 wurde die Verhütung schließlich zum verfassungsmäßigen Recht erklärt und so gewann die Pille an Bekanntheit.

Heute zählt die Antibabypille zu den beliebtesten und zudem sichersten Verhütungsmethoden. Verhütungsmittel werden mit dem sogenannten „Pearl-Index“ bewertet. Die Pille hat dabei einen Index von 0,1 bis 0,9, d.h. innerhalb eines Jahres werden höchstens bis zu 9 von 1.000 Frauen schwanger, was ein sehr gutes Ergebnis darstellt.

Wirkung:

Wichtig ist, dass man die Wirkungsweise der Pille versteht. Die verschiedenen Präparate enthalten alle die Hormone Östrogen und Gestagen in unterschiedlichen Dosierungen. Von einer Mikropille spricht man, wenn sie einen Östrogenanteil von weniger als 0,05 mg pro Tablette hat. Bei den meisten Pillen wurde der Östrogenanteil auf 0,02 – 0,03 mg gesenkt.

Bei der Gruppe der Gestagene gibt es verschiedene Generationen, die verschiedene Vorteile besitzen, aber auch Nebenwirkungen aufweisen können. Bei Pillen, die Gestagene der dritten Generation beinhalten, spricht man in letzter Zeit von einem erhöhten Thromboserisiko, da Untersuchungen zufolge 25 von 100.000 Frauen eine Thrombose erleiden, im Gegensatz zu lediglich 5 Frauen, die keine Pille einnehmen.

Durch die Hormone in dem Verhütungsmittel werden die Reifung der Eizellen und der Eisprung verhindert. Zudem verändert sich der Schleimpfropf im Gebärmutterhals, sodass keine Spermien mehr in die Gebärmutter gelangen können. Die befruchtete Eizelle kann sich nicht mehr einnisten und so kann es nicht zu einer ungewollten Schwangerschaft kommen.

Vorteile:

Die Vorteile einer Pille liegen nicht nur in der Verhinderung einer Schwangerschaft, sie bringt auch noch zusätzliche positive Effekte mit sich: Viele Frauen nehmen die Antibabypille ein, da die Blutungen dadurch regelmäßiger und weitaus schmerzfreier eintreten. Einige Gestagene wirken sich auch positiv auf die Haut und Haare aus.

Nebenwirkungen:

In den ersten Monaten der Einnahme können vor allem Zwischenblutungen, Übelkeit und Schmerzen in der Brust auftreten. Darüber hinaus wird auch oft von einer Gewichtszunahme durch Wassereinlagerung  und häufig auftretender Migräne während der Blutung gesprochen. Sehr umstritten sind die Befürchtungen, die Pille würde ein erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs und Leberkrebs hervorrufen.

Die Pille kann ihre Wirkung verlieren, wenn man nach der Einnahme starken Durchfall hat, wenn man sich übergeben muss oder wenn man gleichzeitig andere Medikamente, wie Antibiotika, einnimmt. Zu beachten ist außerdem, dass man die Einnahme der Pille nicht vergessen darf und sie regelmäßig am besten zur gleichen Tageszeit einnehmen sollte.

 

yourFirstmedicus.de meint:

Die Pille zählt zu den sichersten Verhütungsmethoden, aber dennoch schützt sie nicht vor Geschlechtskrankheiten wie Aids. Deshalb ist es sehr wichtig regelmäßig zum Frauenarzt zu gehen und sich untersuchen zu lassen. Frauen sollten sich gut über den Gebrauch der Pille beraten lassen und so ist eine gynäkologische Untersuchung unbedingt regelmäßig durchzuführen.

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