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Diabetes
Deutschlandweit sind etwa 6 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt. 1/3 der Kinder leiden an Übergewicht und sind deshalb stark gefährdet. Aber auch 50% der Erwachsenen sind aufgrund ihres Übergewichts gefährdet.
Diabetes ist eine weitverbreitete Krankheit in Deutschland. Diese Erkrankung ist eine chronische Störung des Zuckerstoffwechsels, bei der Insulin eine entscheidende Rolle spielt. Bei einem gesunden Körper erfolgt nach der Aufnahme von Kohlenhydraten eine Aufspaltung in Zuckerbausteine. Diese werden ins Blut aufgenommen und durch die Erhöhung der Blutzuckerkonzentration, wird Insulin freigegeben, damit die Zuckerbausteine in die Körperzellen gelangen und somit von den Organen aufgenommen werden können. Ist der Körper an Diabetes erkrankt, gibt der Körper kein Insulin mehr frei und während die Blutzuckerkonzentration immer mehr ansteigt, können die lebenswichtigen Zuckerbausteine nicht von den Organen aufgenommen werden. Der überschüssige Zucker wird nun ungenutzt wieder ausgeschieden und versüßt den Urin. Daher auch die Namensgebung „Diabetes mellitus“ (honigsüßer Durchfluss).
Die häufigste Ursache für die Erkrankung an Diabetes ist das Übergewicht. Aber auch Insulinresistenz, Bluthochdruck und eine Fettwechselstörung können Diabetes hervorrufen. Diese 4 Ursachen werden auch als „tödliches Quartett“ (metabolisches Syndrom) bezeichnet, da dies schmerzlose Krankheiten sind, die aber tödliche Folgen haben können.
Verzeichnet sich übermäßiger Durst, große Harnmengen, unerklärliche Gewichtsverluste oder Neigungen zu Infekten ab, können dies die ersten Anzeichen auf Diabetes sein. In den schlimmsten Fällen kommt es zu diabetischem Koma, Übelkeit, Erbrechen und Bewusstlosigkeit. Es gibt verschiedene Formen von Diabetes; Typ-1-Diabetes (juvenilen Diabetes), Typ-2-Diabetes (Altersdiabetes) und Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes). Typ-2-Diabetes entwickelt sich am langsamsten über Jahre hinweg und ist deswegen am gefährlichsten. Denn dadurch kommt es zu unbemerkten Beschädigungen der inneren Organe. Typ-1-Diabetes kann schon innerhalb weniger Wochen ausbrechen. Schwangerschaftsdiabetes gefährdet Mutter und Kind gleichermaßen und kann sich zu einer Schwangerschaftsvergiftung (Gestose) entwickeln.
Die Funktionsstörungen, die während der Diabetes auftreten können, sind Arterienverkalkung in größeren Blutgefäßen, Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, sowie Herzinfarkte, Herzrythmusstörungen, bis hin zum Schlaganfall, Hirnblutungen und Infarkte weiterer Organe. Aber auch die Beschädigungen kleiner Blutgefäße können weitreichende Folgen für Nieren, Augen und die Potenz haben. Dazu zählen unter anderem Dialysepflichtigkeit und Sehverlust.
Während einer Untersuchung auf Diabetes werden ein Glukosetoleranztest, sowie eine Urinuntersuchung auf Harnzucker vorgenommen. Weiterführende Untersuchungen begutachten die Organe, die ein hohes Zuckeraufkommen verzeichnen, auf Schäden. Weiter gibt es eine Augenuntersuchung, eine Nierenfunktionsprüfung, ein EKG für die Herzfunktion und eine Prüfung der Beindurchblutung und der Nierenfunktion. Dies verschafft einen Überblick über alle Funktionsstörungen.
Der Abbau von Übergewicht durch viel Bewegung und Sport ist schon eine sehr hilfreiche Maßnahme zur Vorbeugung. Typ-2-Diabetes kann man mithilfe von Medikamenten behandeln, die die Insulinproduktion regulieren. Es gibt aber auch die Chance einer Insulintherapie, die das Zufuhren von fremden Insulin durch eine Insulinpumpe oder einen Pen ermöglicht. Bei einem juvenilen Diabetes ist allerdings eine Inselzelltransplantation notwendig.
yourFirsmedicus.de meint:
Diabetes ist eine schmerzlose Erkrankung, daher sind sich viele nicht bewusst, dass ihr Körper daran leidet. Man sollte auf seinen Körper achten und darauf, was er einem mitteilen möchte. Viele Symptome werden als harmlos abgetan. Doch ein gesunder Körper hat niemals Beschwerden, auch wenn sie noch so klein sein mögen.
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