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Herr Dr. med. Axel Grunewald 76133 Karlsruhe
Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten (Dermatologie) zur Fachartikel-Übersicht

Herr Dr. med. Axel Grunewald

Weißer Hautkrebs (Basaliom und Spinaliom)

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Zum weißen Hautkrebs zählt man insbesondere Basaliome und Spinaliome bzw. dessen Vorstufen, aktinische Keratosen.

Deren Ursache sind jahrzehntelange Sonnenbestrahlung und eine genetische Disposition. Ein Basaliom führt praktisch nie zu lebensgefährlichen Absiedlungen in andere Organe. Lässt man es ungestört wachsen, zerstört es alles Gewebe, das ihm in den Weg kommt: Haut, Fettgewebe, Muskeln, Knochen. Zuerst kommt es zu schlecht heilenden Stellen an der Haut, später entsteht ein tiefes, nicht heilendes Geschwür. Ein Spinaliom (synonym Plattenepithelcarcinom) kann dagegen in Lymphknoten und Organe wandern und dann lebensbedrohlich werden. Somit ist eine Behandlung und rechtzeitige Erkennung von Basaliomen und Spinaliomen erforderlich.

1. Behandlungen

Operative Therapie: Der Tumor wird operativ herausgeschnitten. Je nach Lokalisation ist dies mehr oder weniger aufwändig. Insbesondere im Gesicht und am unbehaarten Kopf können störende Narben zurückbleiben. Durch eine Schnittrandkontrolle kann die komplette Entfernung mikroskopisch gesichert werden.
Röntgenbestrahlungen können Basaliome und Spinaliome beseitigen. Durch Röntgenbestrahlungen entstehen aber wieder neue Risiken.
Gewebezerstörende äußerlich angewendete Medikamente: Es handelt sich um örtlich wirkende Zytostatika (die Zellvermehrung hemmende Substanzen), Immunmodulatoren (Abwehrkräfte des Körpers beeinflussende Medikamente) und Diclofenac-Natrium. Diese werden über mehrere Wochen und Monate angewendet und führen zu entzündlicher Rötung und Abschilferung der geschädigten Oberhaut. Sie führen zu einer Reduktion der Größe, nicht immer zu einer sicheren kompletten Entfernung der Präkanzerosen bzw. Basaliome.
Laserabtragung: Gezielt kann das krankhafte Gewebe von Tumorvorstufen abgetragen werden. Es folgt eine anfängliche Krustenbildung und durch Granulation ein narbenarmer Defektschluß.
Photodynamische Therapie: Über mehrere Stunden wird ein lichtempfindlicher Wirkstoff unter Folie auf die von Basaliomen oder Spinaliomvorstufen befallenen Hautstellen aufgetragen. Dieser Wirkstoff geht selektiv nur in die befallenen Zellen, die gesunden Zellen werden verschont. Ein intensives Licht aktiviert den Wirkstoff und es kommt zum Untergang der kranken Zelle. Nach vorübergehender Krustenbildung und Rötung heilt die Hautveränderung meist ohne Narbenbildung ab.

2. Prophylaxemassnahmen

Wichtig ist ein dem Hauttyp angepasster konsequenter Sonnenlichtschutz schon im Kindesalter. Es gilt, einen sich über Jahrzehnte summierenden Lichtschaden zu verhindern. Schutzmöglichkeiten sind: Das Tragen entsprechender Kleidung (T-Shirt, Hut), die Verwendung von Sonnenschutzmittel mit entsprechendem Lichtschutzfaktor, die Vermeidung von Sonnenexposition in den Mittagsstunden, eine Zurückhaltung gegenüber der unkontrollierten UV-Exposition in Sonnenstudios.

3. Prognose

Durch die zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten können Präkanzerosen wirksam behandelt und in aller Regel der Übergang in Spinaliome verhindert werden. Da es sich zumeist um eine chronische Schädigung der Haut handelt und das Auftreten neuer Hautkrebsvorstufen an anderen exponierten Hautarealen über die Jahre zu erwarten ist, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen erforderlich.

4. Häufig gestellte Fragen

Wie häufig entsteht aus einer aktinischen Keratose ein Spinaliom? Etwa 10-20% der aktinischen Keratosen gehen in Spinaliome über, es handelt sich hier jedoch um einen sehr langsamen Prozess.

Darf ich nach Diagnosestellung gar nicht mehr in die Sonne? Gegen eine vernünftige, maßvolle Sonnenexposition, die für den Körper auch wichtig ist, bestehen keine Einwände. Es empfiehlt sich jedoch gerade bei den ständig lichtexponierten Arealen wie Glatze, Gesicht und Hände konsequent einen textilen Sonnenschutz zu benutzen bzw. Lichtschutzmittel aufzutragen.

Wie häufig sollte ich mich beim Hautarzt zu Kontrolluntersuchungen vorstellen? Dies hängt von der Ausprägung des Lichtschadens ab. In der Regel genügt eine Untersuchung 1x/Jahr.


Autor:
Herr Dr. med. Axel Grunewald
Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten (Dermatologie)
Waldstr. 67 76133 Karlsruhe


Letzte Aktualsierung: 23.08.2010


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