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Herr Prof. Dr. med. Michael Stumpf
75175 Pforzheim
Facharzt für Allgemeine Chirurgie, Viszeralchirurgie
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Viszeralchirurgie
BeobachtenDie Viszeralchirurgie (von lat. viszera = Eingeweide) umfasst die operative Behandlung der inneren Organe. Hierzu gehört der gesamte Verdauungstrakt, das heißt die Speiseröhre, der Magen, der Dünn- und Dickdarm, der Enddarm, die Leber, die Bauchspeicheldrüse (Pankreas), die Milz, die Nebenniere sowie der gesamte Retroperitonealraum. Darüber hinaus gehört in diesen Fachbereich die operative Behandlung der endokrinen Organe, das heißt der Schilddrüse, der Nebenschilddrüse und der Nebenniere. Die Versorgung von Leistenbrüchen und Bauchwandbrüchen (Hernien) ist ebenfalls ein Gebiet der Viszeralchirurgie.
Ein wichtiger Tätigkeitsschwerpunkt der Viszeralchirurgie ist die operative Behandlung von Tumorpatienten (Onkologische Chirurgie). Tumore des Dickdarms, des Enddarms, der Leber, der Bauchspeicheldrüse sowie der Speiseröhre und des Magens, sollten heute von entsprechend spezialisierten onkologischen Chirurgen behandelt werden. Viele Tumorpatienten werden heute im Rahmen eines so genannten „multimodalen Therapiekonzeptes“ behandelt. Dies bedeutet, dass eine notwendige Operation häufig mit anderen Therapien wie einer Chemotherapie oder einer Strahlentherapie kombiniert wird, um für den Patienten ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen. Alle Patienten mit einer derartigen Tumorerkrankung sollten heute in einer interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen werden. Hier sind alle für die Behandlung zuständigen Spezialisten anwesend, um für jeden Einzelfall ein individuelles und optimal abgestimmtes Therapiekonzept auf der Basis der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse festzulegen. Die enge Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen ist gerade in der onkologischen Chirurgie von ganz wesentlicher Bedeutung. Hierzu gehören auch die Einbeziehung der Schmerztherapie, der Stomatherapie, der Ernährungsberatung, die enge Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen sowie die Kooperation mit Einrichtungen der Palliativmedizin.
In vielen Bereichen der Viszeralchirurgie kann heute als Standard die minimal-invasive Operationstechnik (laparoskopische Chirurgie) angewandt werden. Hierbei kann auf einen großen Hautschnitt verzichtet werden. Für den Patienten von Bedeutung ist bei dieser sogenannten „Schlüsselloch-Chirurgie“ die schonende und komplikationsarme Operationstechnik. Die Patienten erholen sich deutlich rascher vom operativen Eingriff, haben weniger Schmerzen und können in der Regel die Klinik früher wieder verlassen. In der Hand des erfahrenen minimalinvasiven Chirurgen sind heute auch größere viszeralchirurgische Operationen wie z.B. die Dickdarmentfernung bei Darmkrebs oder Operationen am Magen möglich.
Die gastroenterologische Chirurgie betrifft als Bereich der Viszeralchirurgie Funktionsstörungen des Magen-Darm-Traktes. Gemeinsam mit den Kollegen der Gastroenterologie wird nach entsprechender moderner Diagnostik (z.B. Endoskopie, Endosonographie etc.) eine optimale Behandlungsstrategie, kombiniert aus konservativen und operativen Maßnahmen entwickelt. Schwerpunkte sind hier die Behandlung von Gallensteinen, die Behandlung der akuten und chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), die Therapie der Refluxkrankheit (Sodbrennen), der Achalasie und auch die operative Therapie von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa). Hierbei ist ein besonders sorgfältiges Abwägen und Ineinandergreifen von konservativer und operativer Behandlung notwendig.
Autor:
Herr Prof. Dr. med. Michael Stumpf
Facharzt für Allgemeine Chirurgie, Viszeralchirurgie
Kanzlerstr. 2-6
75175 Pforzheim
Letzte Aktualsierung: 25.08.2010
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