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Herr Dr. med. Lutz Breitinger
68165 Mannheim
Facharzt für Urologie
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Therapieverfahren bei Prostata – Krebs
Beobachten
1. Häufigkeit und Entstehung von Prostatakrebs
Prostatakrebs ist mit ca. 60.000 Neuerkrankungen (bzw. „Neuentdeckungen“) die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Nach Lungen - und Darmkrebs ist es die 3. häufigste Krebstodesursache.
Die Entstehung der Erkrankung ist auch heute noch nicht geklärt, man weiß jedoch, dass die Herkunft, Lebensweise, Hormone, familiäre Belastung und insbesondere das Lebensalter einen großen Einfluss haben.
2. Früherkennung von Prostatakrebs
Aufgrund der sehr guten Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen ist eine regelmäßige Früherkennungsuntersuchung ab dem 40. Lebensjahr sinnvoll.
Neben der körperlichen Untersuchung mit Abtastung der Prostata und Ultraschall, sollte der sog. PSA - Wert regelmäßig bestimmt werden. Es handelt sich hierbei um ein Eiweiß, das durch eine Blutuntersuchung bestimmt werden kann. Mit Hilfe dieses Wertes können Tumore früh entdeckt werden, so dass die Heilungschancen sehr gut sind.
Da sich nicht alle Männer mit Prostatakrebs einer Behandlung unterziehen müssen, kann dieser Wert außerdem ein sehr wichtiges Instrument sein, die sehr langsam wachsenden Tumore von den aggressiven zu unterscheiden und damit vielen Männern eine Therapie mit möglichen Nebenwirkungen ersparen.
3. Therapie von Prostatakrebs
Das Behandlungsspektrum reicht von der roboterassistierten operativen Ent-
fernung der Prostata über verschiedenen Bestrahlungsmethoden, sowie medikamentöser Behandlungen, bis hin zur reinen Überwachung bei sehr langsam wachsenden Karzinomen.
Welches Verfahren für den Betroffenen am besten geeignet ist, muss individuell anhand des Alters des Patienten, Art und Aggressivität des Tumors, Begleiterkrankungen und natürlich den Wünschen des Patienten festgelegt werden.
4. HIFU (Hoch – Intensiver – Fokussierter – Ultraschall)
Für Betroffene die sich einer Behandlung unterziehen sollten, aber keine Operation oder Bestrahlung wünschen, steht ein sehr schonendes Verfahren zur Verfügung, das mit Hilfe von gebündeltem Ultraschall die Prostata und die Krebszellen thermisch zerstören kann.
Bei diesem Therapieverfahren wird die Prostata über eine im Enddarm positionierte Sonde mit gebündelter Ultraschall-Energie (ähnlich einem Brennglas mit Sonnenstrahlen) thermisch zerstört. Im Anschluss wird das durch die Hitzeeinwirkung abgetötete Gewebe in Binde- und Narbengewebe umgewandelt, teilweise auch über die Harnröhre ausgeschieden. Die Risiken dieses berührungsfreien, schonenden Verfahrens sind sehr gering. Die gesamte Behandlung wird in Echtzeit mittels Ultraschall überwacht und kontrolliert. Eine Schädigung des umliegenden Gewebes (Darm, Schließmuskel, u.a.) kann weitestgehend ausgeschlossen werden. Die Erhaltung der Sexualfunktion (Erektionsfähigkeit) ist oft möglich. Die großen Vorteile dieser Behandlungsmethode liegen darin, dass die Risiken für unerwünschte Nebenwirkungen sehr gering sind und dass die Behandlung im Falle eines Therapieversagens entweder wiederholt oder der Patient noch einem anderen therapeutischen Verfahren (z.B. Operation oder Bestrahlung) zugeführt werden kann.
Ob man für eine solche Therapie geeig-
net ist, kann nach einer kurzen Untersuchung (mit „Vermessung“ der Prostata) festgestellt werden.
Autor:
Herr Dr. med. Lutz Breitinger
Facharzt für Urologie
Richard-Wagner-Str. 6
68165 Mannheim
Letzte Aktualsierung: 11.01.2012
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