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Herr Prof. Dr. med., M.Sc. Christian Plathow
76530 Baden-Baden
Facharzt für Radiologie, Nuklearmedizin
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Radiologie und Nuklearmedizin
BeobachtenKardiovaskuläre Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall) und Tumorerkrankungen sind verantwortlich für mittlerweile ca. 75% aller Todesfälle in Europa. Die schnelle und sichere Diagnose und Therapie sowie nach Möglichkeit die Früherkennung der Veränderungen noch vor dem Entstehen einer klinisch relevanten Erkrankung sind entscheidend für eine gute Prognose der einzelnen Patientin bzw. Patienten. Die Bildgebung nimmt hierbei eine zentrale Rolle ein.
Die Radiologie ist neben der Nuklearmedizin die Fachdisziplin in der Medizin, die sich mit der Bildgebung des menschlichen Körpers befasst. Neben der Diagnostik gewinnen therapeutische Verfahren und Möglichkeiten der Früherkennung zunehmend an Bedeutung. In der Diagnostik werden schnittbildgebende Verfahren neben klassischen Röntgenuntersuchungen und dem Ultraschall zunehmend eingesetzt. Von Bedeutung ist dabei, dass die interessierende Körperregion oder auch der gesamte Körper überlagerungsfrei dargestellt werden kann. Das ist gerade für kleine Veränderungen entscheidend. Moderne Mehrzeilen- oder Volumen-Computertomographen (CTGeräte) können dabei Bilder in kürzester Zeit im Submillimeterbereich unter Verwendung geringer Strahlendosen erstellen. Detailreiche Strukturen und Spezialuntersuchungen profitieren von dieser hochaufgelösten schnellen Technik (z.B. Kardio-CT). Die Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie = MRT) benötigt keine Röntgenstrahlen und ermöglicht in gesteigertem Maße einen Kontrast im Weichteilbereich. Untersuchungen einzelner Körperregionen aber auch des gesamten Körpers sowie Spezialuntersuchungen (z.B. Kardio-MRT, MR-Mammographie) gewinnen zunehmend an Bedeutung.
In der Nuklearmedizin werden geringe Mengen einer schwach radioaktiven Substanz verabreicht und deren Stoffwechselverhalten im Körper bestimmt. Bei der PET (Positronenemissionstomographie) wird beispielsweise der Zuckerstoffwechsel im Körper bestimmt, bei der Skelettszintigraphie der Knochenstoffwechsel. Neben Schilddrüsendiagnostik und -therapie sind hochspezifische Therapien z.B. mittels Rezeptormarkierungen ein wachsender Bereich der Nuklearmedizin.
In der interventionellen Radiologie werden nicht-invasiv (d.h. wenig eingreifend/belastend) z.B. Gefäße dargestellt und therapiert (z.B. mittels Stent), Tumoren verkleinert (z.B. Radiofrequenzablation) oder Wirbelkörperbrüche therapiert (z.B. Vertebroplastie). Mittels bildgesteuerter Schmerztherapien werden Patienten z.B. mit Rückenschmerzen oder Gelenkblockaden hochpräzise therapiert (z.B. CT-gesteuerte periradikuläre Therapien).
Daneben gewinnt die Früherkennung seit einigen Jahren auch in der Radiologie zunehmend an Bedeutung. Das Mammographiescreening zur Früherkennung von Brustkrebs ist mittlerweile etabliert. Techniken wie die Ganzkörper-MRT zur Früherkennung von Tumorerkrankungen oder kardiovaskulären Veränderungen oder die Kardio-MRT und Kardio-CT werden ebenso wie Techniken wie die virtuelle Koloskopie zunehmend eingesetzt. Gerade durch die Nicht-Invasivität (es müssen keine Herzkatheter oder Koloskope u.ä. verwendet werden) werden die Untersuchungen zumeist als wenig belastend empfunden.
Insgesamt ist somit die Radiologie und die Nuklearmedizin ein zentraler und von Interdisziplinarität charakterisierter Bereich der Medizin der gerade in den letzten Jahren enorme Entwicklungen vollzogen hat.
Autor:
Herr Prof. Dr. med., M.Sc. Christian Plathow
Facharzt für Radiologie, Nuklearmedizin
Lange Str. 33
76530 Baden-Baden
Letzte Aktualsierung: 25.08.2010
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