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Herr Dr. med. Uwe Eissler
67346 Speyer
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie, Schwerpunkt spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin
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Myome an der Gebärmutter
BeobachtenGutartige Myome an der Gebärmutter stellen die häufigste Veränderung der Gebärmutter dar. Sie tritt bei zirka 20–50% aller Frauen auf, die Zahlen schwanken in Abhängigkeit von Rasse und Alter sowie der Nachweismethode. Die meisten Frauen haben mit gutartigen Veränderungen der Gebärmutter keinerlei Symptome. Auftretende Symptome können Blutungsstörungen jeglicher Art, ein Druckgefühl im Unterbauch, Blasenentleerungsstörungen oder Obstipation sein. Myome der Gebärmutter sind die häufigste Ursache für eine Gebärmutterentfernung.
1. Feingewebliche Struktur der Myome
Mikroskopisch bestehen Leiomyome aus Bündeln von glatten Muskelzellen in typischer Spindelform. Nur zirka 0,5% aller entfernten Myome sind bösartig.
2. Ursachen
Die Ursache für Myomerkrankung konnten bisher leider nicht eindeutig geklärt werden, jedoch spielt wohl eine genetische Komponente eine wichtige Rolle. Auch Umweltfaktoren werden diskutiert. Die Beobachtung, dass Myome nur selten vor der 1. Blutung auftreten und nach der Menopause oft kleiner werden, deuten darauf hin, dass Östrogene das Myomwachstum anregen können.
3. Diagnose
Die Diagnose eines Myomes, bzw. eines Uterus myomatosus wird meistens bei der gynäkologischen Untersuchung und der Ultraschalluntersuchung gestellt. In seltenen Fällen kommen auch andere bildgebende Verfahren wie CT oder MRT zur Anwendung. In den allermeisten Fällen lassen sich Myome jedoch mit einer Ultraschalluntersuchung über die Scheide oder die Bauchdecke sehr gut nachweisen und in ihrer Größe bestimmen. Vor allem auch die Lage der Myome zur Schleimhaut sind für die Beurteilung und den Zusammenhang mit Blutungsstörungen wichtig. Myome nahe an der Gebärmutterschleimhaut oder sehr große Ausdehnungen können auch einer Schwangerschaft entgegenstehen.
Zur Beurteilung, ob eine Therapie notwendig wird, sind Laboruntersuchungen wichtig, um abschätzen zu können, ob der Blutverlust durch häufige Blutungen schon fortgeschritten ist. Daraus entsteht unter Umständen eine Blutarmut mit Schwächegefühl und Kreislaufstörungen.
4. Therapie
Es gibt unterschiedlichste Therapieansätze Myome und die daraus entstehenden Symptome zu behandeln. Die meisten Myome, sofern sie symptomarm sind, müssen nicht therapiert werden. Sollte ein erhöhter Blutverlust oder vorher genannte Symptome eine Therapie erfordern, gibt es auf der einen Seite die Möglichkeit per endoskopischer Verfahren Myome zu entfernen. Sowohl über eine Spiegelung der Gebärmutter, wie auch einer Spiegelung der Bauchhöhle, lassen sich Myome je nach Lage durch minimalinvasive Verfahren therapieren. Dies erfordert bei größeren, tief sitzenden Myomen viel operative Erfahrung.
Sollten sich sehr viele Myome in der Gebärmutter befinden, kommt auch eine Entfernung der Gebärmutter in Frage. Die Entfernung kann in seltenen Fällen über einen Bauchschnitt durchgeführt werden. Häufig ist jedoch ein Vorgehen über die Scheide oder bei größeren Befunden auch ein laparoskopisches Vorgehen die ideale Methode. Oft muss die Gebärmutter nicht komplett entfernt werden, sondern es reicht aus, den Anteil mit den Myomen zu entfernen und den Gebärmutterhals stehen zu lassen. So muss in jedem Fall individuell über die Vorgehensweise entschieden werden. Hier spielen Fragen wie bestehender Kinderwunsch, vorherige Therapieansätze und das Körperempfinden der Frau eine ganz entscheidende Rolle.
Bei solitären Myomen kommt auch eine Embolisation der blutversorgenden Gefäße in Frage. Jedoch besteht bei weiterhin vorhandenem Kinderwunsch nur wenig Erfahrung mit einer anschließenden Schwangerschaft und Geburt. Hier kommt oftmals der Operation größere Bedeutung zu, um eine stabile Gebärmutterwand für eine anstehende Schwangerschaft zu erreichen. Hier kommen zB auch Nahttechniken über eine Bauchspiegelung zum Einsatz. Auch spezielle Verfahren Myome mit Hilfe von Ultraschall zu entfernen, bringen sehr gute Ergebnisse und sind vor allem bei großen, weit in der Muskulatur gelegenen Myomen eine zusätzliche Option einen Bauchschnitt zu vermeiden.
Autor:
Herr Dr. med. Uwe Eissler
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie, Schwerpunkt spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin
Hilgardstraße 26
67346 Speyer
Letzte Aktualsierung: 24.08.2010
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