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Herr Dr. med. Uwe Himmighöfer 67067 Ludwigshafen
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Herr Dr. med. Uwe Himmighöfer

Mammographie

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Mammographie: kann jeder zweiten betroffenen Frau das Leben retten!

Mit einer Röntgenuntersuchung der Brust, der Mammographie, ist es möglich, eventuelle Knoten bereits in einem so frühen Stadium zu identifizieren, dass sie noch gar nicht ertastet werden können. Mit den Ergebnissen der Mammographie-Untersuchung ist es möglich, gutartige von bösartigen Tumoren zu unterscheiden. Außerdem läßt sich auf diese Weise der Verlauf einer behandelten Erkrankung beobachten und kontrollieren. Selbstverständlich wird Sie Ihr Arzt auch in einem persönlichen Gespräch eingehend über alle Aspekte rund um die Untersuchung informieren. Mit diesen Seiten wollen wir Ihnen dabei helfen, sich in aller Ruhe mit dem Thema zu befassen und auf das Gespräch mit dem Arzt bestmöglich vorzubereiten.

1. Brustkrebs

Brustkrebs ist die häufigste Erkrankung der Frauen in Deutschland. Von 14 Frauen muss eine damit rechnen, im Laufe ihres Lebens daran zu erkranken. Brustkrebs ist sehr gut zu behandeln, wenn er im Frühstadium erkannt wird. Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, wenn auch selten. Winzigste Einzelheiten der Brust lassen sich mit der Mammographie darstellen. Häufig sind kleinste Verkalkungen ein Hinweis auf Krebs. Diese sogenannten Mikroverkalkungen sind mit der Mammographie schon ab 0,1 Millimeter und kleinste Tumoren ab fünf Millimeter Durchmesser zu erkennen. In diesem frühen Stadium ist die Aussicht auf Heilung ausgesprochen gut: über 80% aller Fälle können geheilt werden. Wenn der Tumor bösartig ist, ist es in den meisten Fällen möglich, brusterhaltend zu operieren. Damit ist die Mammographie jeder anderen Früherkennungsmethode mit Abstand überlegen.

2. Die Erfolgsaussichten liegen bei 95%

Mit der modernen Mammographie-Untersuchung läßt sich Brustkrebs mit 95%iger Sicherheit ausschließen. Ein 100%ig sicheres Ergebnis ist nicht möglich, da Tumoren erst eine Mindestgröße erreichen müssen, bevor sie auch mit modernsten High Tech-Geräten zu erkennen sind. 85% aller Tumore wachsen über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren. Nach der Untersuchung sollten Sie regelmäßig Ihre Brust durch Abtasten selbst untersuchen, am besten kurz nach der Menstruation.

3. Wann Sie eine Vorsorge-Mammographie machen lassen sollten

Mit zunehmendem Alter nimmt das Brustkrebs-Risiko zu. Daher empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Mammographie die Mammographie auch als reine Vorsorge-Maßnahme:
-    Zum ersten Mal um das 35. Lebensjahr
-    Ab dem 40. Lebensjahr alle zwei Jahre
-    Leider übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten seit 01.01.2002 nicht mehr

Als „diagnostische Mammographie“ wird die Untersuchung empfohlen und bezahlt, wenn:
-    Sie einen Knoten oder eine Verhärtung - ob schmerzhaft oder nicht - bemerken
-    Weil der Arzt Lymphknoten in der Achselhöhle ertastet hat
-    Weil Ihre Mutter vor dem 50. Lebensjahr an Brustkrebs erkrankt ist
-    Leider ist nicht jeder Tumor mammographisch nachweisbar: Besonders bei dichtem Brustgewebe kann es sein, dass Tumore nicht zu erkennen sind. Darum kann es ratsam sein, weitere Untersuchungsmethoden hinzuzuziehen: Ultraschall, Kernspintomographie.

4. So geht die Untersuchung vor sich

Die Brust wird auf den Filmtisch unter die Röntgenröhre gelegt, wo sie mit einer Kompressionsplatte sanft zusammengedrückt wird.
Je stärker der Druck, den Sie als noch tolerierbar empfinden, desto geringer kann die Strahlendosis gehalten werden, die für eine Mammographie nötig ist. Jetzt werden zwei Aufnahmen angefertigt, eine von oben, eine seitlich. Weitere Aufnahmen sind nur selten notwendig. Manchmal kommt es vor, dass das Brustgewebe so dicht ist, dass die eine Mammographie alleine nicht genug Erkenntnisse liefern kann.
In diesen Fällen wird zusätzlich noch eine Ultraschalluntersuchung angeschlossen.
Sie werden selbstverständlich darüber informiert, falls dies bei Ihnen erforderlich sein sollte.

5. Was nach der Untersuchung geschieht

Sie sollten auch nach der Mammographie regelmäßig eine Selbstuntersuchung der Brust durch Abtasten, möglichst nach der Monatsblutung, durchführen.

6. Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

Durch den technischen Fortschritt der letzten Jahre ist die Strahlendosis, die für ein aufschlussreiches Mammogramm nötig ist, stetig niedriger geworden. Zwar ist durch die Strahlung ein minimales Restrisiko nicht mit hundertprozentiger Sicherheit auszuschließen; doch konnte in den vergangenen 25 Jahren nicht nachgewiesen werden, dass zwischen Mammographie und der Entstehung von Brustkrebs ein Zusammenhang besteht. Dagegen haben sich die Heilungschancen bei Brustkrebs im gleichen Zeitraum fast verdoppelt! Sonstige gesundheitliche Schäden und Komplikationen durch Mammographie sind ebenfalls nicht bekannt.

 


Autor:
Herr Dr. med. Uwe Himmighöfer
Facharzt für Radiologie
Salzburger-Str. 15 67067 Ludwigshafen


Letzte Aktualsierung: 25.08.2010


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