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Frau Dr. med. Steffi Schwarz
67227 Frankenthal
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
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Homöopathie
Beobachten1. Geschichtlicher Überblick
Homöopathie ist eine Behandlungsweise aus dem Bereich der Naturheilverfahren. Sie wurde entdeckt von dem Arzt Samuel Hahnemann (1755-1843) und wurde in den letzten zwei Jahrhunderten weiterentwickelt. Hahnemann formulierte 1810 das von ihm beobachtete Heilgesetz: „similia similibus currantur!“- „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt!“. Diese Ähnlichkeitsregel ist das Grundprinzip der Homöopathie. Hahnemann hat in Selbstversuchen herausgefunden, dass eine Arznei, die in grosser Dosierung bestimmte Krankheitssymptome hervorruft, ein sehr ähnliches Krankheitsbild in winziger Dosierung zu heilen vermag. Das Ähnlichkeitsprinzip wurde bereits ansatzweise in den Schriften der Ärzte Hippokrates (460- 377 v. Chr.) und Paracelsus (1493- 1541) beschrieben.
Den Begriff „Homöopathie“ entlehnte Hahnemann dem Griechischen, „homoios“ bedeutet „ähnlich“, „pathos“ bedeutet „Leiden“. Homöopathen versuchen „Ähnliches mit Ähnlichem zu behandeln. Denen gegenüber stehen die Allopathen (Schulmediziner), die „Gegensätzliches mit Gegensätzlichem“ zu behandeln versuchen, bedeutet: Fieber mit Fiebersenkern, Entzündungen mit Entzündungshemmern, usw.
2. Behandlung
In der Homöopathie wird eine Krankheit als Störung aufgefasst, die den ganzen Menschen betrifft. Nicht ein einzelnes Symptom- etwa Hustenwird behandelt, sondern der Mensch in seiner Gesamtheit. Krankheit tritt auf, wenn die Lebenskraft verstimmt ist. Zu verschiedenen Zeiten können an unterschiedlichen Körperregionen Beschwerden auftreten, die scheinbar nicht miteinander in Verbindung stehen. Dennoch sind sie Ausdruck eines Menschen, seines Körpers und seiner Psyche. Deshalb verordnet der Homöopath nicht für jedes einzelne Symptom ein Mittel, sondern ein Einzelmittel für die Gesamtheit der Symptome.
Bei lange bestehenden, chronischen Krankheiten, können bis zur Heilung verschiedene Arzneimittel im Laufe der Behandlung zur Anwendung kommen.
Um das richtige homöopathische Arzneimittel für den Patienten zu finden, bedarf es eines ausführlichen Gesprächs (Anamnese) mit dem Patienten. Es müssen die aktuellen Beschwerden, die Persönlichkeit des Patienten, seine Vorlieben bezüglich Ernährungs- und Schlafgewohnheiten, Geistes- und Gemütszustand, frühere Krankheiten, und die Krankheitsvorgeschichte in der Familie, erfragt werden.
Der Homöopath versucht den Patienten als ganzheitlichen Menschen zu verstehen und zu erkennen, welche Merkmale in der Beschwerdesymptomatik besonders auffallend, typisch und wiederkehrend sind.
In Repertorien, Arzneimittellehrbüchern, sind die Symptome von mehreren tausend Arzneimitteln zusammengestellt. Dies ist das Handwerkszeug des Homöopathen, die vom Patienten genannten Symptome in Übereinstimmung mit einem Arzneimittel zu bringen, das in Arzneimittelprüfungen möglichst vieler dieser Symptome gezeigt hat. Der Patient erhält dann dieses homöopathische Mittel in einer vom Homöopathen ausgewählten Potenz.
Je nach Krankheitslage sehen sich Therapeut und Patient nach einigen Tagen oder Wochen wieder und besprechen ausführlich den Verlauf. Der Patient berichtet, ob sich die Symptomatik unter der Behandlung verändert hat und in welcher Form, ob neue Symptome aufgetreten sind, ob sich das Allgemeinbefinden verändert hat.
Aufgrund dieser Schilderung kann der erfahrene Homöopath erkennen, ob die Mittelwahl richtig war, oder ob eine Korrektur notwendig ist, wenn neue Informationen oder Symptome aufgetreten sind, die eine besser passende Arznei erkennbar machen.
Eine homöopathische Behandlung setzt sich bei günstigem Verlauf so fort, dass die Abstände zwischen den Terminen immer grösser werden, entsprechend werden die Arzneigaben seltener.
Autor:
Frau Dr. med. Steffi Schwarz
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
Erzbergerstr. 15
67227 Frankenthal
Letzte Aktualsierung: 24.08.2010
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