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Herr Dr. Karl G. Kunz
76870 Kandel
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie, Schwerpunkt spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin
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Brustkrebs
Beobachten1. Erkrankung, Häufigkeit
Der Brustkrebs ist in den westlichen Industrieländern die häufigste Krebserkrankung der Frau. Etwa jede 10. Frau entwickelt im Laufe ihres Lebens ein Mammacarcinom. Mehrere Faktoren werden für die Entstehung des Brustkrebses verantwortlich gemacht. So besteht zum Beispiel eine eindeutige Kombination zwischen der Krebshäufigkeit und dem Fettkonsum durch die Nahrung. Neben Umweltfaktoren spielen jedoch auch genetische Dispositionen für die Entstehung des Mammacarcinoms eine große Rolle. Ziel einer modernen Diagnostik muß sein, Brustkrebs so früh wie möglich zu erkennen, so dass bei Früherkennung eine Heilung bis zu 90% möglich wird.
2. Mammographiescreening-Programm
In Deutschland wurde das sog. Mammographiescreening- Programm implementiert. Dabei sollen in Form in einer Reihenuntersuchung Frauen zwischen 50 und 70 Jahren mittels Mammographie durchuntersucht werden. Wichtigste diagnostische Maßnahme zur Früherkennung eines Mammacarcinoms ist immer noch die Mammographie in Kombination mit einer Ultraschalluntersuchung. Zur weiteren Diagnostik wird dann je nach Befund die histologische Abklärung mittels einer Stanzbiopsie oder mammographiegesteuerten Biopsie durchgeführt.
3. Operationsmethoden
Die operative Therapie des Brustkrebses reicht viele Jahrhunderte zurück, jedoch hat sich im Laufe der letzten 20 Jahre die Therapie von einer verstümmelnden radikalen Operation hin zu einer brusterhaltenden Therapie entwickelt. Heute können durch moderne Operationsverfahren etwa 70 % aller Patientinnen brusterhaltend operiert werden. Auch im Hinblick auf die Ästhetik können diese modernen Operationsverfahren vieles leisten. In den letzten Jahren hat sich zusätzlich eine neue Technik etabliert, nämlich die Darstellung und Entfernung dessog. Wächterlymphknotens. Diese Methode ermöglicht bei negativem Wächterlymphknoten den Verzicht auf eine radikale Lymphknotenentfernung, so dass durch diese Methode ein weiterer Schritt zur Verringerung der Morbidität nach Brustkrebsoperation erreicht wurde. Soll oder müsste aus verschiedenen Gründen jedoch trotzdem eine Brustentfernung durchgeführt werden, stehen weitere operative Brustrekonstruktionsverfahren, teils durch Silikonprothese und teils durch körpereigenes Gewebe zur Verfügung.
4. Strahlentherapie
Zu jeder brusterhaltenden Operation gehört ebenfalls die anschließende Strahlentherapie. Diese Strahlentherapie in Kombination mit der brusterhaltenden Therapie bei Mammacarcinom ist heute standardisiert mit relativ wenig Nebenwirkungen verbunden. Neben der Operation der Strahlentherapie werden heute in Kombination mit diesen beiden genannten Therapieformen zur weiteren Verbesserung der Langzeitheilungsraten je nach Befund eine Hormongabe oder eine Chemotherapie als zusätzlich adjuvante Therapie eingesetzt. Insgesamt haben dadurch die Heilungsraten für die Brustkrebserkrankung deutlich zugenommen.
Insbesondere profitieren Patientinnen mit früh erkannter Erkrankung. Hier gibt es schon Langzeitheilungsraten zwischen 80 und 90%. Die Therapie des Brustkrebses werden in der Regel in einem sog. Brustzentrum durchgeführt, wo das Wissen und die Fähigkeiten verschiedener Fachrichtungen gebündelt werden. Nach durchgeführter Operation und histologischer Aufarbeitung wird dann in sog. Tumorkonferenzen die weitere Therapie besprochen, so dass jede Patientin aufgrund der verschiedenen Expertenmeinungen in dieser Konferenz einer optimalen Therapie zugeführt werden kann. Seit 2002 haben wir an der Asklepios Südpfalzklinik ein zertifiziertes Brustzentrum mit hochspezialisierten Mitarbeitern zur Therapie des Brustkrebs.
Autor:
Herr Dr. Karl G. Kunz
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie, Schwerpunkt spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin
Luitpoldstr. 14
76870 Kandel
Letzte Aktualsierung: 24.08.2010
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