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Herr Dr. med. Rainer Bohlayer 76275 Ettlingen
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Herr Dr. med. Rainer Bohlayer

Akupunktur und Chinesische Medizin bei Pollenallergie: ein integrativer Behandlungsansatz

Beobachten Mit der Blüte von Erle und Hasel beginnt nun wieder die Leidenszeit für Pollenallergiker. Immer mehr Menschen leiden unter allergischen Beschwerden (derzeit ca. 25%). Bei entsprechender Veranlagung kann die Krankheit durch schädliche Umweltfaktoren zum Ausbruch kommen: Schadstoffe wie z.B. Dieselabgase reizen die Schleimhäute, Pollen werden durch das Andocken an diese Schadstoffe aggressiver und haben auf der vorgeschädigten Schleimhaut leichteres Spiel. Auch unsere Lebensumstände fördern Allergien. Kleinkinder kommen seltener in Kontakt mit Krankheitserregern und Parasiten wie z.B. Würmern. Es gibt Hinweise dafür, dass dann das Immunsystem nicht genügend beschäftigt ist, sich fehlorientiert und an sich harmlose Umweltstoffe wie Pollen attackiert. Erste Hilfe bei roten, brennenden Augen, Niesanfällen oder gar Atemnot verschaffen antiallergische Medikamente, aber dann suchen viele Betroffene nach einer längerfristigen Therapie, die nicht nur Symptome beseitigt, sondern den Körper insgesamt wieder ins Gleichgewicht bringt. Für eine effiziente Allergiebehandlung können wir den immensen Erfahrungsschatz der Chinesischen Medizin nutzen: Sie behandelt den Menschen, nicht die Krankheit. Deshalb werden zunächst über eine ausführliche Befragung das ganz individuelle Beschwerdebild, dessen Auslöser und verbessernde bzw. verschlechternde Faktoren erfasst. Auch Fragen nach Erkältungsanfälligkeit, Appetit, Verdauung, Schlaf, Müdigkeit, Lebensgewohnheiten sowie die Betrachtung der Zunge und das Fühlen der Pulse sind wichtig, um die energetische Diagnose als Grundlage einer individuellen Therapie zu erarbeiten. Allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Neurodermitis oder allergischem Asthma liegt eine Fehlsteuerung der Haut und Schleimhäute zugrunde, die den Körper nach außen abgrenzen: Schädigende Einflüsse, chinesisch als „Wind-Kälte“ oder „Wind-Hitze“, in der westlichen Medizin als Allergene bezeichnet, dringen ungehindert ein, da die sog. Abwehrenergie geschwächt ist. Ursache dafür ist meist eine Schwäche des Verdauungssystems und/oder des Atmungssystems. Für einen langfristig erfolgreichen Behandlungserfolg müssen diese Grundstörungen auch über die Ernährung, Atemübungen und die Lebensgestaltung behandelt werden. Auch eine Therapie mit schulmedizinischen Medikamenten kann sinnvoll von Anfang an mit Chinesischer Medizin kombiniert und meist allmählich reduziert werden. Bei leichteren Beschwerden kann die Behandlung direkt mit den im Folgenden beschriebenen Maßnahmen beginnen, deren Ziel nicht nur eine Symptomlinderung ist, sondern eine langfristige Wiederherstellung des körpereigenen Regulationssystems und die Normalisierung des fehlgeleiteten Abwehrsystems. Akupunktur, Akupressur, Arzneipflanzentherapie, Ernährungsempfehlungen und Qigong ergänzen sich dabei zu einer individuell auf die Person zugeschnittene Gesamtbehandlung von Körper und Psyche und den Patienten aktiv mit einbezieht. Akupunktur: Eine vorbeugende Akupunkturbehandlung mit Nadeln oder mit dem völlig unbelastenden Soft-Laser beginnt 4 Wochen vor dem voraussichtlichen Einsetzen der Beschwerden. Aber auch danach ist noch eine Linderung der Symptome möglich, dafür kann bei Kindern ab ca. 10 Jahren und Erwachsenen auch die „augmentierte Akupunktur“ angewandt werden (siehe Kasten). Eine große Krankenkassenstudie hat die Wirksamkeit der Akupunktur bei Allergien belegt: 90% der Allergiker und 82% der Asthmatiker ging es auch noch sechs Monate nach der Behandlung deutlich besser. Darüber hinaus können Eltern und ältere Kinder auch in der Akupressur zur Eigenbehandlung angeleitet werden. chinesische Arzneipflanzentherapie: Auch dafür ist der Behandlungserfolg in Studien belegt. Die Einnahme der individuell zusammengestellten Rezeptur beginnt möglichst 4-6 Wochen vor dem erwarteten Beginn der Beschwerden und wird meist mit Akupunktur kombiniert. Ernährung: Mit Hilfe der 5-Elemente-Ernährung ist es möglich, für jeden Patienten nach dem Gesamtbild der Beschwerden eine persönliche Ernährungsempfehlung zu geben. Hier geht es auch darum, die Energie des geschwächten Verdauungssystems zu stärken. das seelische Gleichgewicht - Qigong: Die o. g. Behandlungsverfahren bringen das vegetative und immunologische System ins Gleichgewicht, für ihre volle Wirksamkeit ist aber die gleichzeitige Harmonisierung von Psyche und Seele notwendig. Dies ist ein wesentlicher Aspekt der Behandlung, der oft vernachlässigt wird. Geistige Anspannung, Stress und psychische Belastungen verstärken allergische Beschwerden. Hier bietet sich Qigong an, das die Achtsamkeit auf sanfte Bewegungen, den Atem und innere Vorstellungsbilder verbindet und somit ein ideales, auch schon für Kinder ab dem Grundschulalter gut zu erlernendes Verfahren zur Wiedererlangung körperlicher und psychischer Ausgeglichenheit ist und nebenbei die geschwächte Energie des Atemsystems stärkt. „Augmentierte Akupunktur“ bei Heuschnupfen: Hiermit ist eine Linderung der akuten Symptome möglich. Die Behandlung erfolgt 1-2mal beim ersten Auftreten der Beschwerden (ideales Zeitfenster bis zu 5 Tage nach Beginn). Die Kombination von Neuraltherapie und Akupunktur ermöglicht eine Wirkungsverstärkung (=Augmentation): Zunächst wird an 2 zuvor ausgetesteten Punkten am Nacken je eine kleine Hautquaddel mit einem Lokalanästhetikum (Neuraltherapie) gesetzt. Dann werden an diesen 2 Punkten Akupunkturnadeln gesetzt und mit einem feinen Strom für 1 sec. gereizt (schmerzfrei durch die vorausgehende Quaddelung). Die therapeutische Wirkung kann über 4-6 Wochen anhalten.

Autor:
Herr Dr. med. Rainer Bohlayer
Arzt
Marktstr. 12 76275 Ettlingen


Letzte Aktualsierung: 27.04.2011


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