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Wissenswertes über Hormone und Hormontherapien

Man spricht nur ungern über das Älterwerden. Schönheit, Erfolg und ein erfülltes Leben scheinen ein Vorrecht der Jugend zu sein – genau das wurde und wird uns über die Medien vermittelt. Auf der anderen Seite sind es die 50-Jährigen selbst, die sich nicht länger zum „alten Eisen“ rechnen lassen. Sie wollen ihr Älterwerden körperlich wie psychisch nach ihren individuellen Möglichkeiten und Bedürfnissen gestalten und ihr Leben so lange wie möglich gesund und aktiv genießen.
Neben den bekannten Einflussfaktoren auf den Alterungsprozess wie Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung, Stoffwechsel und Genen haben Hormone einen äußerst wichtigen und nachhaltigen Effekt auf den Alterungsprozess und die Lebensqualität. Hormone sind Boten im Körper, die Stoffwechsel- und Organfunktionen steuern und über die unsere Zellen miteinander kommunizieren.
Im Gegensatz zu den gängigen Hormontherapien, wie sie in der Praxis noch oft durchgeführt werden, hat es sich die moderne Medizin zur Aufgabe gestellt, die Besonderheiten eines jeden einzelnen Menschen zu berücksichtigen. Mit Hilfe gezielter Messungen der Hormone und auch anderer essentieller Parameter ist es möglich für jeden Patienten ein individuelles Konzept zu erstellen, das den Menschen ganzheitlich erfasst.
Hierbei bestimmen viele Faktoren, wie der Bildungsort der Hormone, die Ankopplung an Bindungsmoleküle, die Lösung von den Bindungsmolekülen, die Rezeptoranzahl, Ankopplungsmöglichkeiten des Hormonrezeptorkomplexes am Zielorgan bzw. Zielgen und schließlich der Abbau der Hormone, die Wirksamkeit unserer Hormone.
   

1. Östrogene

Östradiol ist das wichtigste der natürlichen Östrogene. Diese Hormone werden bei der Frau in den Eierstöcken, beim Mann in den Hoden und bei beiden Geschlechtern in den Nebennieren gebildet. Eine wichtige weitere Bildungsstätte für Östrogene ist das Fettgewebe, sie können aber auch in weiteren Geweben hergestellt werden. Diese Hormone haben zahlreiche Funktionen bei der Ausbildung der weiblichen Geschlechtsentwicklung und der Fruchtbarkeit.
Östrogene fördern das Wachstum von Haut, Schleimhäuten und Haaren, hemmen den Knochenabbau, verbessern das Gedächtnis und fördern die Elastizität der Blutgefäße. Sie haben einen fördernden Effekt auf Fruchtbarkeit und führen zu einer Erhöhung des sexuellen Verlangens.  Im Zusammenhang mit den Wechseljahren kommt es bei der Frau zu einem meist deutlichen Abfall von Hormonen, insbesondere von Östradiol.

Mangel an Östradiol kann zu folgenden Symptomen führen:

Mit Beginn der Wechseljahre – ca zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr – kommt es bei vielen Frauen zu Östrogenmangel- Beschwerden wie aufsteigende Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Stimmungsschwankungen, Gelenkschmerzen, nachlassendes Interesse an Sexualität, Verschlechterung des Hautbildes, Neigung zu Mineralsalzverlust des Knochens, Nachlassen der Elastizität der Blutgefäße, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Schlafstörungen, Blasenschwäche und vielen anderen Beschwerden.

Durch eine geeignete Messung der Hormone lassen sich diese klimakterischen Beschwerden praktisch immer den absinkenden Östrogenen zuordnen. Manche der Beschwerden, die durch nachlassende Produktion von Hormonen begünstigt werden, wie degenerative Krankheiten, Osteoporose, Atrophie der Schleimhäute und des Bindegewebes treten schleichend und erst mit Verzögerung auf. Auch der Cholesterinstoffwechsel wird negativ beeinflusst mit den Folgen von vermehrten Schlaganfällen und Herzinfarkten.

Ist eine Östrogentherapie sinnvoll?
Unbestritten ist der Nutzen einer Hormontherapie mit Östrogenen auf die meisten der oben aufgeführten Beschwerden; Studien haben sogar eine Absenkung von Darm-, Gebärmutter- und Eierstockkrebs nachweisen können.
Allerdings haben andere Studien wie beispielsweise die WHI-Studie auch gravierende Nachteile einer Therapie mit Hormonen, wie ein erhöhtes Risiko an Brustkrebs, Thromboembolien, Herzinfarkten und Schlaganfällen zu erkranken, belegen können. Die Hormonersatzbehandlung in Pillenform ist unter europäischen Verordnungsweisen risikobehaftet. So ist das relative Venen-Thrombose-Risiko durch die leberbedingten Belastungen einer Hormontherapie mit Östrogenen in Pillenform im ersten Anwendungsjahr um das drei bis vierfache erhöht. Innerhalb von fünf Jahren steigen Komplikationen der Gallenwege um das zweifache an, das relative Brustkrebsrisiko etwa um das 1.3 bis 1.5-fache. Der Zusatz von Progestagenen (künstlichen Progesteronen) kann außerdem von Anfang an das Brustkrebsrisiko beträchtlich erhöhen, sodass innerhalb von fünf Jahren in Europa relative Risiken von 1.5 bis 2.5 beobachtet werden.
Des Weiteren treten bedingt durch eine zu hohe Dosierung von Östrogenpräparaten oder eines unausgewogenen Verhältnisses der Hormone  Östrogen zu Progesteron („Östrogendominanz“), das häufig schon vor den Wechseljahren ein Problem darstellt, Brustschmerzen, Zyklusstörungen, Kopfschmerzen, verstärkte Migräneneigung, Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe, Depressionsneigung, Venenprobleme, Gefühl des Aufgeblasenseins, erhöhte Fetteinlagerung im Bauch- und Oberschenkelbereich, Wachstumsbeschleunigung von Gebärmuttermyomen und ein erhöhtes Brustkrebsrisiko auf.
Diese Beobachtungen haben viele Patientinnen verunsichert, zumal auch in der Presse oft undifferenziert die Nachteile einer Hormonersatztherapie einseitig hervorgehoben werden.
Tatsache ist, dass die Hormonersatztherapie in Pillenform neben Vorteilen auch Risiken birgt. In der Folge trat die Entwicklung risikoarmer Alternativen mit bioidentischen Hormonen in den Fokus.
Als bioidentisch werden Hormone bezeichnet, wenn sie humanphysiologisch sind, d. h. wenn Struktur, Blutkonzentration, Wirkprofil und Metabolite identisch sind.
Diese Bedingungen erfüllt bei den Östrogenen nur das 17-ß-Östradiol in der geeigneten Darreichungsform als Gel oder Pflaster (nicht in Pillenform). Bei den Gestagenen erfüllt diese Bedingung das physiologische mikronisierte Progesteron.
Ein Hormonersatz mit „bioidentischen“ Hormonen zeigt hierbei nahezu keine erhöhten Risiken.
Zwei französische Studien haben bei Beobachtungszeiträumen von bis zu 10 Jahren kein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Verwendung  einer bioidentischen Hormonersatztherapie erkennen lassen.
Eine herkömmliche Hormonersatztherapie dagegen erscheint aufgrund der diversen Nebenwirkungen zu risikoreich und damit zu einer Alterungsprävention nicht geeignet.


2. Progesteron

Progesteron gehört zu den wichtigsten körpereigenen GelbkörperHormonen (Gestagenen). Diese Hormone werden bei Frauen und Männern gebildet und sorgen generell für emotionalen Ausgleich und Leistungsfähigkeit. Bei der Frau ist Progesteron von zentraler Bedeutung zur Regulierung des Zyklus und der Fruchtbarkeit und fördert die Stabilisierung des Kollagens und damit des Hautbilds. Es wird in den Eierstöcken und den Hoden sowie in kleineren Mengen in den Nebennieren gebildet. Obwohl es bei Frauen in größeren Mengen gebildet wird, wirkt es bei Männern nicht verweiblichend.
Progesteron ist als LeitHormon des ovulatorischen Zyklus der Frau bekannt. Zugleich ist es der wichtigste Hormonelle Schutzfaktor vor einem Endometriumkarzinom. Ob es auch auf die Brustdrüse karzinomprotektiv wirkt, wird kontrovers diskutiert. Die vorherrschende skeptische Meinung beruht auf Studiendaten der herkömmlichen Hormonersatztherapie, in der allerdings kein natürliches bioidentisches Progesteron, sondern synthetische Gestagene verwendet wurden.
Von erheblicher Bedeutung ist, dass bereits deutlich vor der eigentlichen Menopause die Hormonspiegel von Progesteron abfallen, wodurch zahlreiche Beschwerden im Vorfeld und in der Frühphase der Wechseljahre ausgelöst werden. Dadurch kann es zu der oben erwähnten Dominanz von Östrogen mit den beschriebenen unangenehmen Folgen kommen.

Ein Hormonmangel von Progesteron kann zu folgenden Symptomen führen:
Schlafstörungen, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, vermehrte Wassereinlagerung, Zyklusunregelmäßigkeiten, Verschlechterung von Migräne, Konzentrationsschwäche, Gedächtnisstörungen, vermehrte Fetteinlagerung im Bauchbereich, Hautfaltenbildung, Rückgang des Hauttonus, Cellulite, Osteoporose, Störungen in der Regulation der Östrogenwirkung.
Das natürliche bioidentische Progesteron hat zusätzliche wichtige extragenitale Wirkungen. Es wirkt neuroregenerativ und hat mit seiner beruhigenden, entspannenden und angstlösenden Wirkung eine positive Auswirkung auf die Stimmung. Diese Hormone stimulieren die dämpfenden Neurotransmitter, sodass sie stressabbauend wirken. Außerdem regt Progesteron unabhängig vom Östrogen die Osteoblastenaktivität an, sodass es gegen Osteoporose wirksam ist.


3. DHEA

Auch DHEA (Dehydroepiandrostendion) wird, wie einige andere Hormone, in der Nebennierenrinde von Frauen und Männern gebildet und ist einerseits eine wichtige Vorstufe für die Bildung männlicher und weiblicher Hormone, hat aber andererseits eine wichtige regulierende Wirkung auf Stoffwechsel, Körpergewicht, Leistungsfähigkeit und Potenz. Bereits ab dem 25. Lebensjahr nehmen die Spiegel des Hormons DHEA pro Jahr um 2% ab, sodass viele sogenannte Alterungserscheinungen mit dem Rückgang dieses Hormons in Verbindung stehen.


Mangel an DHEA kann zu folgenden Symptomen führen:
Reduzierung der Stresstoleranz, Abnahme der Leistungsfähigkeit, Gewichtszunahme, Abnahme von sexuellem Verlangen und Potenz, Immunschwäche und Konzentrationsstörungen.
Aufgrund seiner zahlreichen Wirkungen auf das Immunsystem und den Hirnalterungsprozess wird das Hormon DHEA mehr und mehr bei nachlassender Leistungsfähigkeit im Alter eingesetzt.
DHEA wirkt nachgewiesenermaßen stark harmonisierend auf die Psyche, erhöht die Stresstoleranz und kann auch vor Alzheimer schützen. Weitere Untersuchungen haben außerdem ergeben, dass solche Hormone das Gedächtnis merklich verbessern, das Immunsystem leistungsfähiger machen, den Abbau von Körperfett, sowie die Produktion der Hormone Östrogen und Testosteron unterstützen und die Libido steigern.
Mehrere Studien zeigten auch, dass bei höheren DHEA-Blutwerten die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit zurückgeht, sowie die Zuckerverwertung im Körper verbessert wird. Außerdem verhindert es die Synthese von Fett in den Fettzellen und ist dadurch gut für die „schlanke Linie“.


4. Testosteron

Testosteron ist das wichtigste männliche Hormon, hat aber sowohl beim Mann als auch bei der Frau wichtige Funktionen für Energie, Muskelkraft, Leistungsfähigkeit und fördert das sexuelle Verlangen. Es schützt das Immunsystem und festigt die Knochen. Es wird beim Mann vorwiegend in den Hoden, bei der Frau überwiegend in den Eierstöcken produziert, ein weiterer Produktionsort ist die Nebenniere.


Mangel an Testosteron kann zu folgenden Symptomen führen:

Depression, Konzentrationsschwäche, Mangel an sexuellem Interesse, Mangel an Selbstbewusstsein, nachlassende Muskelkraft, niedrige Knochenmasse und höhere Entzündungsanfälligkeit.
Ein gestörtes Gleichgewicht der Hormone kann ein Überwiegen von Testosteron zur Folge haben. Zu viel an Testosteron bei Frauen führt zur Maskulinisierung – es entsteht ein Damenbart.
Um dem relativen Überwiegen entgegen zu wirken ist es wichtig das Gleichgewicht zwischen den Hormonen wieder herzustellen. Bei Mangelerscheinungen kann das Testosteron transcutan über ein Pflaster oder Gel substituiert werden. 


5. Pregnenolon


Pregnenolon ist die Muttersubstanz der Sexualhormone, StressHormone und von DHEA. Je älter wir werden, umso mehr nimmt die körpereigene Produktion dieses Hormons ab. Dadurch werden wichtige Stoffwechselfunktionen vermindert und unser Organismus altert. Pregnenolon kann bei Bedarf in die Hormone DHEA oder Progesteron umgewandelt werden. Das passiert dann, wenn große körperliche oder psychische Belastungen anstehen, Krankheiten überwunden werden müssen oder auch individuell in bestimmten Phasen des Lebens.
Es gehört zu den Hormonen, welche die Gedächtnisleitung verbessern und  vor Stresszuständen und Erschöpfung schützen. Gute Erfolge zeigt Pregnenolon auch bei rheumatischen Erkrankungen. Außerdem ist es  bei Depressionen, Angstzuständen und Schlafstörungen wirksam. Zahlreiche Studien der vergangenen 30 Jahre konnten nachweisen, dass mit der gering dosierten Zufuhr des Hormons Pregnenolon die Gedächtnisleistung insbesondere des Langzeitgedächtnisses verbessert werden kann. Offensichtlich schützt Pregnenolon auch vor altersbezogenen Hirnfunktionsstörungen und Demenz-Erkrankungen wie dem Alzheimer-Syndrom. Die Produktion dieser Hormone erfolgt überwiegend in den Nebennieren.


Mangel an Pregnenolon kann zu folgenden Symptomen führen:

Gedächtnisschwäche, Müdigkeit, schlechte Stresstoleranz und Energielosigkeit.


6. Somatotropin

Somatotropin, das WachstumsHormon, hat über die Zellen direkten Einfluss auf Muskeln, Knochen und Gewebe und fördert bei Kindern und Jugendlichen Knochen- und Körperwachstum, beim Erwachsenen reguliert es u. a. die Muskel-, Knochen- und Fettmasse. Die Aminosäuren Arginin und Ornithin sind wichtige Auslöser für die Produktion von WachstumsHormon.
Es wirkt muskelaufbauend und fettabbauend und reguliert das Verhältnis von HDL- und LDL-Cholesterin, was als Folge zu einer Verminderung des Herzinfarkt- und Arterioskleroserisikos führt. Das WachstumsHormon wird nachts gebildet, deswegen ist es wichtig am besten vor Mitternacht bereits zu schlafen, denn dann ist seine Produktion am größten. Auch wirkt sich das so genannte „Dinner Cancelling“ (die letzte Mahlzeit bis 16.00 Uhr einnehmen) sehr positiv auf die Produktion dieses wichtigen regenerativ wirkenden Hormons aus.


Mangel an Somatotropin kann zu folgenden Symptomen führen:
Antriebsarmut, Lustlosigkeit, mangelnde körperliche Leistungsfähigkeit, rasche Erschöpfung, Zunahme des Körperfettanteiles, vor allen Dingen im Bauchbereich, Austrocknen und Dünnerwerden „Altersatrophie“ der Haut, mit einer Zunahme der Faltenbildung.
Weiterhin führt ein Mangel dieses Hormons zu einer Abnahme der Muskelmasse und zu einer Abnahme des Gesamtkörperwassers, womit der Körper an „Elastizität“ verliert. Bedeutend ist auch, dass der Grundumsatz des gesamten Körpers heruntergefahren wird.
Sämtliche Studien zeigen, dass Patienten mit unzureichender Hormonsekretion der Hirnanhangdrüse eine zweifach erhöhte Sterblichkeit gegenüber normalen Menschen haben.
Es handelt sich beim Wachstumshormon um eine sehr potente Substanz mit vielfältigen positiven Wirkungen – aber bei der Substitutionstherapie eben auch zu einigen zu beachtenden potenziell negativen Wirkungen. Unter anderem bestehen ein Insulinantagonismus und, dosisabhängig, proliferative Wirkungen. Das Letzte bedeutet, dass bei der Anwendung möglicherweise auch ein bestehender Tumor im Wachstum gefördert werden könnte. Deshalb sollte man mit einer niedrigen Initialdosis dieses Hormons einsteigen, wenn man sich zu solch einer Behandlung entschließt.


7. Serotonin

Serotonin ist unser „Gute-Laune-Hormon“ und sorgt dafür, dass wir innerlich ausgeglichen, zufrieden und optimistisch sind. Im Laufe des Lebens erkrankt jeder fünfte Mensch an einer Depression. Diese Erkrankungshäufigkeit ist völlig unabhängig vom jeweiligen Lebensstandard und auch vom Land oder der dort vorherrschenden Kultur.
Serotonin wird in den Nervenzellen aus der essentiellen Aminosäure Tryptophan gebildet.


Mangel an Serotonin kann zu folgenden Symptomen führen:
Depressionen, Angstzustände und Aggressivität, Schlafstörungen, erhöhtes Hungergefühl,  Schmerztoleranzverminderung, Gedächtnis- und Lernfähigkeitsverminderung, negative Auswirkung auf das Immunsystem (T-Zell-Immunität).
In den Nervenzellen wird aus der essentiellen Aminosäure Tryptophan das Hormon Serotonin gebildet. Zur optimalen Wirkungsentfaltung sollten Vitamin B3, Vitamin C, B6, und Magnesium ebenfalls zugeführt werden. Die Behebung eines Serotoninmangels durch Zufuhr von Serotonin selbst ist nicht möglich, da es die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann und zudem im Blut rasch abgebaut wird, bevor es seine Wirkung entfalten kann. Daher greift man auf die Vorstufen L-Tryptophan und 5-HTP zurück.
Beide Substanzen finden sich zwar in der Nahrung, oft aber nicht in ausreichender Menge, zumindest im Hinblick auf die Behebung eines nicht ernährungsbedingten Serotoninmangels. L-Tryptophan und 5HTP sind in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und werden somit nicht nur in der Peripherie, sondern auch im Gehirn zu Serotonin umgesetzt.
Alle Hormone wirken ineinander und miteinander wie in einem Netz. Deshalb ist bei jeder Hormontherapie auch das Zusammenspiel der Hormone und die gegenseitige Beeinflussung zu beachten.
Allein diese grobe Zusammenfassung zeigt, wie komplex dieses System ist. Deshalb sollte eine Therapie mit Hormonen auch von Spezialisten durchgeführt werden.