Weberstr. 16
73240 Wendlingen am Neckar
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Moderne Krebstherapie – Wissenschaft und Kunst

1.    Ganz vorne mit dabei beim fachlichen Fortschritt

Die internistische Therapie von Tumorkrankheiten kann weitgehend ambulant, also in der Praxis erfolgen. Patienten wollen dabei aber die Sicherheit haben, fachlich nach dem neuesten Stand der Wissenschaft behandelt zu werden. Wir möchten Ihnen am Beispiel unserer Praxis zeigen, wie wir eine fachlich und menschlich hervorragende Behandlung ermöglichen und sicherstellen wollen.

Die Hämatologie (Lehre der gut- und bösartigen Bluterkrankungen) und Onkologie (Lehre der Krebserkrankungen) gehören zu den Bereichen in der Medizin, in denen die Entwicklung derzeit am schnellsten fortschreitet. Es sind Fortschritte zum Wohle unserer Patienten. Das Wissen über Krebs verdoppelt sich innerhalb weniger Jahre. Es ist daher selbstverständlich, dass wir in der Praxis tätigen Onkologen, genauso wie die Kollegen der Universitätskliniken und der onkologischen Zentren, regelmäßig Fortbildungen, nationale sowie internationale Kongresse besuchen, um die neuen Erkenntnisse über Krebstherapien unseren Patienten zukommen zu lassen. Natürlich hat unsere Praxis die führenden Fachzeitschriften abonniert. Die Mitgliedschaft in großen Fachgesellschaften wie DGHO, ESMO, ASH und ASCO sowie die Mitarbeit in etlichen großen Studiengruppen ermöglicht uns, unseren Patienten innovative und moderne Krebstherapien anbieten zu können. Und wir sind wiederum selbst in Fortbildungen für unsere onkologischen Kollegen, für hausärztlich tätige Ärzte und in Selbsthilfegruppen aktiv. Unsere Praxis ist auch zur Ausbildung von Internisten und Onkologen zugelassen.

2.    Kooperation und Qualität

Die Qualität unserer Praxis beruht aber genauso auf der Kompetenz unserer Mitarbeiterinnen. Auch sie gehen mehrmals im Jahr auf Fortbildungen, um ihre Fähigkeiten in der Betreuung unserer Patienten, insbesondere bei der Therapie und im Management von Nebenwirkungen, weiter auszubauen. Unsere Kompetenz kommt nur dann voll zum Tragen, wenn Ärzte und Mitarbeiterinnen ein Team sind, das Hand in Hand arbeitet. Dazu haben wir eine regelmäßige Teamsupervision. Wir haben außerdem ein Qualitätsmanagement eingeführt, das unsere Abläufe laufend weiter verbessert und die Gefahr von Fehlern vermindert.

Insbesondere die Onkologie ist ein multidisziplinäres Fach. Die Zeiten, als ein Tumor herausoperiert und der Patienten als „geheilt“ entlassen wurde, obwohl ein kombiniertes Vorgehen beispielsweise mit einer Chemotherapie vor oder nach der Operation die Heilungschancen verbessert hätte, sind in Deutschland zum Glück vorbei. Wir internistischen Onkologen arbeiten zusammen mit Chirurgen, Strahlentherapeuten und anderen Spezialisten in Praxen und Krankenhäusern. Unsere Praxis ist daher Mitglied in zwei wöchentlich tagenden regionalen interdisziplinären Tumorkonferenzen und Kooperationspartner von Darm- und Brustzentren. Wir sind zudem Gründungsmitglied eines Onkologischen Schwerpunktes (OSP) in unserer Region, in dem sich mehrere Kliniken und unsere Praxis mit dem Ziel einer intensiveren Kooperation bei der Krebstherapie zusammengeschlossen haben. Die Kooperation und gemeinsame Besprechung mit Kollegen anderer in der Onkologie tätigen Fachdisziplinen hat wahrscheinlich mehr Nutzen für Tumorpatienten gebracht als etliche raffinierte neue Medikamente, von denen nur einzelne Krebspatienten profitieren.

3.    Individuelle Zuwendung

Zu Kompetenz zählen wir nicht nur die fachlich- wissenschaftlich perfekte Behandlung, sondern genauso die individuelle, einfühlsame und liebevolle Zuwendung zu unseren Patientinnen und Patienten. Tumorkrankheiten stellen eine große Belastung nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele und die Familie dar. Vieles können wir im Gespräch auffangen und besprechen. Manchmal kann eine zusätzliche spezielle psychotherapeutische (psychoonkologische) Betreuung hilfreich sein. Hier sehen wir eine der großen Stärken einer onkologischen Schwerpunktpraxis: im Gegensatz zu Klinikambulanzen mit häufig wechselnden Ärzten haben unsere Patienten konstante Ansprechpartner, die sie und ihren Krankheitsverlauf über Jahre, manchmal auch Jahrzehnte kennen und begleiten. Unsere Mitarbeiterinnen im Therapieraum sind für die Anwendung einer Chemotherapie und den Umgang mit Chemotherapiepatienten besonders geschult. Sie sind oft primäre Ansprechpartner bei Sorgen, Nöten und Belastungen unserer Patienten. Unsere Krebstherapiepatienten bekommen außerdem eine Mobiltelefon- Nummer, unter der sie im Notfall auch am Abend, nachts oder am Wochenende einen der beiden Ärzte erreichen können.

4.    Chemotherapie: Zytostatika, Antikörper und Targeted Therapy

Wenn Patienten mit Krebserkrankungen eine Therapie benötigen, sprechen wir meist von Chemotherapie. Chemotherapie- Medikamente (Zytostatika) werden nach genauen Vorgaben dosiert. Es gibt weit über 50 Zytostatika, die wir je nach Krebserkrankung und Situation einzeln, oft aber auch in Kombinationen einsetzen. Sie können sehr unterschiedliche Nebenwirkungen verursachen.  Entgegen der allgemeinen Ansicht bedingen viele dieser Medikamente aber keinen Haarausfall und keine Übelkeit. Teilweise handelt es sich um künstlich hergestellte Eiweißstoffe, sogenannte monoklonale Antikörper. Andere Medikamente greifen gezielt in Stoffwechselwege von Tumorzellen ein („targeted therapy“). Wir orientieren uns bei der Zusammenstellung und Dosierung an in der Fachliteratur publizierten Protokollen sowie den Leitlinien der europäischen und deutschen Fachgesellschaften ESMO und DGHO. Meistens errechnen wir die Dosis der Zytostatika aus Größe und Gewicht der Patienten, manchmal spielen dabei Nieren- oder Leberfunktion eine Rolle. Wo es erforderlich ist, wird direkt vor einer Krebstherapie das Blutbild in der Praxis kontrolliert und abgesprochen, ob die Therapie wie geplant erfolgen kann. Natürlich spielen aber auch ganz individuelle Faktoren wie das Allgemeinbefinden, die Krankheitsvorgeschichte, aber auch spezielle Wünsche oder Sorgen (etwa die Vermeidung spezifischer Nebenwirkungen) eine Rolle bei der Wahl einer Krebstherapie. Und hier zeigt sich neben der Wissenschaft auch die Kunst in der Onkologie. Häufig ist es das Gespür und die Erfahrung des Onkologen, die zur Entscheidung für eine Therapie führt, während in anderen Fällen vielleicht doch noch beobachtet und zugewartet werden kann.

5.    Behandlung des Menschen mit einer Tumorkrankheit

Onkologen sind übrigens nicht nur Ärzte für Chemotherapie. Wir behandeln die Menschen mit einer Blut- oder Krebskrankheit. Damit sehen wir uns zuständig für alle Aspekte, die eine Tumorkrankheit mit sich bringt, auch in Situationen, in denen eine Chemotherapie nicht (mehr) hilfreich ist. Die Schmerztherapie und Palliativmedizin  sind für uns selbstverständliche Bestandteile in der Begleitung unserer Patienten. Natürlich freuen wir uns sehr mit den Patienten, bei denen eine Behandlung zu einem langdauernden Verschwinden oder gar zu einer Heilung der Tumorkrankheit geführt hat. Glücklicherweise ist dies gar nicht selten. Vielen Patienten können wir einige Jahre nach einer Therapie, etwa beim Darmkrebs oder bei manchen Lymphomen, aus voller Überzeugung sagen: „Sie sind geheilt“.