Facharzt für Augenheilkunde
Luitpoldstr. 3
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Laserkorrektur von Sehfehlern Excimerlaser (LASIK; Femto- LASIK; PRK)

1. Excimerlaser

Seit über 20 Jahren gibt es die Möglichkeit mit Hilfe eines sogenannten Excimerlasers Sehfehler direkt am Auge zu korrigieren.
Ziel der Behandlung ist es im Regelfall eine Brille oder eine Kontaktlinse überflüssig zu machen. Als einzige Ausnahme ist die Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) zu erwähnen, die leider nicht mit dem Excimerlaser zu behandeln ist.
Dieses Verfahren ist inzwischen ein weltweit medizinisch, wissenschaftlich anerkanntes Verfahren.
Über 20 Millionen Menschen in der ganzen Welt können heute nach einer Laser-Behandlung eine gesteigerte Lebensqualität ohne Brille oder Kontaktlinsen erleben.

2. Was ist ein Excimer-Laser?

Der Excimer-Laser ist ein Kaltlicht-Laser mit einer Wellenlänge von 193nm. Mit diesem wird die Augenhornhaut sanft, schmerzfrei und präzise bearbeitet. Eine aufwändige Computersteuerung ermöglicht dabei eine Laserkorrektur, bei der das angrenzende Gewebe nicht beeinträchtigt wird. Jeder Laserimpuls trägt eine exakt berechnete Menge des Hornhautgewebes ab. Das sind insgesamt weniger als ein zehntel Millimeter der Hornhautdicke! Hierbei wirkt keine Hitze auf die empfindliche Augenhornhaut.
Ein Eyetracking (= Blickverfolgungs) System sorgt während der Behandlungsphase für eine permanente (mehrere hundert Mal pro Sekunde) Überprüfung der Laserstrahleinstellung.

3. Das Ziel der Laser-Behandlung

Die Laser-Behandlung korrigiert die Fehlsichtigkeit direkt am Auge. Durch die sanfte und präzise Abtragung des Hornhautgewebes werden die optischen Eigenschaften des Auges, also die Brechkraft, direkt optimiert.
Abtragung des Hornhautgewebes heißt, dass auf einer Fläche von sechs bis zehn Millimetern Durchmesser zentral in der Hornhaut weniger als ein zehntel Millimeter der Hornhautdicke korrigiert wird.
Solch eine präzise Korrektur der Fehlsichtigkeit kann nur mit dem Laser gelingen.

4. Behandelbare Sehfehler

Kurzsichtigkeit(Myopie)
Hier sind die höchsten Korrekturen mit Laser möglich. Die obere Grenze ist hierbei etwa – 10 dpt.

Weitsichtigkeit(Hyperopie)
Hier liegt die Grenze bei etwa + 4 dpt

Stabsichtigkeit (Astigmatismus, Hornhautverkrümmung)
Die obere Grenze liegt hier bei 6 dpt.

Eine weitere Form der behandelbaren Sehfehler bilden die sogenannten „Komplexe Sehfehler“ auch „Brechungsfehler höherer Ordnung“.

Diese erzeugen verzerrte Seheindrücke, die einer ganz individuellen Behandlung bedürfen.
Mit Hilfe verschiedener diagnostischer Untersuchungen werden diese Fehler ermittelt und mit einer maßgeschneiderten Laserbehandlung (Customized Ablation) korrigiert. Meist liegen kombinierte Sehfehler aus den oben genannten vor. Diese werden in entsprechenden Computerprogrammen analysiert, berechnet und mit dem Laser korrigiert. Einen limitierenden Faktor einer Korrektur mit dem Excimerlaser bildet die Hornhautdicke des Patienten. Eine Mindestdicke der Hornhaut muss aus Stabilitätsgründen nach der Laserbehandlung erhalten bleiben. Da die Hornhautdicke bei den Patienten variieren kann, wird diese vor der Behandlung exakt bestimmt. Insgesamt ist die Individualisierung und Verfeinerung der Behandlung einer der größten Fortschritte der letzten Jahre.

5. Behandlungsmethoden

LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) Ein Präzisionsinstrument, das Mikrokeratom, präpariert die oberste Schicht der Hornhaut (bis 0,18 mm). Es entsteht eine Hornhautlamelle, die zur Seite geklappt wird. Im darunter liegenden Hornhautgewebe wird mit dem Laser ein vorab exakt berechneter Anteil abgetragen. Die Fehlsichtigkeit ist korrigiert. Vollkommmen schmerzlos! Die Betäubung des Auges wird vor dem Eingriff mittels Augentropfen erreicht!

Nach dem Lasereinsatz wird die Hornhautlamelle zurückgeklappt. Sie schmiegt sich sofort wieder an und verschließt wie ein körpereigener Verband die Oberfläche des Auges vollständig. Verbände oder Pflaster sind nicht nötig.

Bisher wurden weltweit ca. 17 Millionen Behandlungen mit der LASIK-Methode durchgeführt. Somit handelt es sich um einen der am häufigsten medizinischen Routineeingriffe überhaupt.

6. Femto-LASIK (LASIK mit dem Femtosekunden-Laser)

Hierbei wird die Hornhautlamelle nicht geschnitten, sondern mit einem speziellen so genannten Femtosekunden- Laser präpariert. Danach erfolgt die Behandlung wie bei der normalen LASIK.
Die Vorteile dieser Behandlung sind eine erhöhte Sicherheit bei der Bildung der Lamelle und die Möglichkeit durch Präparation einer sehr dünnen Lamelle, hornhautsparend, höhere Sehfehler zu korrigieren.

Der große Vorteil der beiden LASIK- Verfahren besteht darin, dass die behandelten Patienten innerhalb von Tagen wieder normal sehen können und nach dem Eingriff keine Schmerzen auftreten.

7. PRK (Photorefraktive Keratektomie)

PRK ist die „Mutter“ aller Verfahren: Seit 1987 wurden weltweit über drei Millionen Eingriffe mit dieser Methode durchgeführt!

Bei diesem Verfahren wird nicht wie bei der LASIK eine Lamelle gebildet, sondern der Hornhautabtrag erfolgt von der Hornhautoberfläche aus. Diese nur noch bei besonders gelagerten Fällen durchgeführte Behandlung kann zu postoperativen Schmerzen und Trübungen an der Hornhaut führen. Diese Probleme sind in der Regel nur vorübergehend, jedoch beinhaltet dies Komforteinbußen und deutlich längere Heilungsprozesse. Die optimale Sehschärfe wird manchmal erst nach Wochen erreicht.

8. Ablauf

Voruntersuchung
Zunächst ist eine gründliche und umfangreiche Voruntersuchung bei einem auf Laserkorrekturen spezialisierten Augenarzt notwendig. Die gewonnenen Daten sind erforderlich, um zu entscheiden, ob eine Eignung für die Laserkorrektur gegeben ist. Ist dies der Fall so wird der Augenarzt die passende Behandlungsmethode auswählen und in einem ausführlichen Gespräch auf diese vorbereiten.

Behandlungstag
Vor der eigentlichen Behandlung werden die Augen mit Augentropfen betäubt. Nach wenigen Minuten ist dies der Fall. Nach Lagerung des Patienten beginnt nun der computergesteuerte und vom Augenarzt über ein Operationsmikroskop gelenkte Eingriff .

Sollten sich die Augen unwillkürlich bewegen, so sorgt das intelligente Eyetracking-System dafür, dass der Laserstrahl weiterhin exakt an der Stelle der zu behandelnden Zone am Auge auftrifft oder der Lasereinsatz unterbrochen wird, bis das Auge wieder die korrekte Position erreicht hat. Nach der Behandlung erhält der Patient noch einige Verhaltensregeln, bevor er das Laserzentrum verlässt.

Je nach OP-Methode kann circa nach 1 – 5 Tagen wieder gearbeitet werden.

Nachuntersuchung: Kontrollen sind unverzichtbar. Trotz des minimalen Risikos muss auch ein behandeltes Auge regelmäßig nachuntersucht werden. Nachuntersuchungen sind meist nach 1 Tag, nach 5 Tagen, nach 1 Monat, nach 3 Monaten und nach 1 Jahr erforderlich.

9. Kosten

Je nach Methode und Anzahl der Nachuntersuchungen liegen diese zwischen 900 € und 2.200 € pro Auge. Diese werden im Regelfall nicht von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Privatkassen können Fall abhängig die Kosten übernehmen.